Downsizing ist ein in der Autoindustrie in letzter Zeit allzu inflationär eingesetzter Begriff mit eher negativem Beigeschmack. Das will Ford nun ändern. Sportlich unterwegs mit einem Liter Hubraum? Vor einigen Jahren undenkbar, heute aber dank modernster Motorentechnik ein wichtiger Schritt, den horrenden Spritpreisen etwas entgegensetzen zu können. In diesem Fall durch sinkende Verbrauchswerte bei gleicher Leistung.
Derzeit befindet sich das hochgezüchtete 1000 Kubik-Motörchen von Ford auf Erprobungsfahrten. Die Rolle des zweiten, kleinen Turboladers übernimmt dabei zunächst noch eine Elektroversion, die dem aus dem 1.6 Liter Ecoboost-Aggregat stammenden großen Lader auf 180 PS verhilft.
Der kleine, moderne Motor könnte direkt unterhalb des 250 PS starken Focus ST rangieren und natürlich auch im neuen Fiesta ST für viel Freude sorgen. Wie dieser kleine Rennfloh aussehen könnte, zeigte bereits die Studie von 2011 (Galerie). Mit seinen 180 PS läge der Fiesta ST auf einer Höhe mit dem aktuellen Polo GTI. Bereits bis 2015 soll das neue Einliter-Aggregat zudem alle 1.6-Liter-Benziner im Hause Ford beerbt haben.
Ford weiß, dass Downsizing bei den Kunden nicht besonders beliebt ist und es sicherlich viele Skeptiker geben wird, die sich einen ausgewachsenen Kompakten nicht mit nur einem Liter Hubraum vorstellen können und wollen. „Aber nur solange, bis sie ihn selbst gefahren sind“ sagt Focus-Vater Gunnar Herrmann. Und wenn BMW erfolgreich die Sechszylinder aus dem Programm streichen kann, dann dürfte auch Ford mit einem solchen Schritt goldrichtig liegen.



















