RM Auctions hat ein Händchen für seltene Klassiker, das ist unbestritten. Doch dieses Auto dürfte auch den abgebrühtesten Auktionatoren zumindest mittelschwere Gefühle entlocken. Denn dieses Exemplar ist kein „normaler“ BMW M1. Der hier gezeigte und am 15. und 16. August in Monterey versteigerte Wagen hat das unter Insidern hochbegehrte, weil fast nicht zu bekommende „AHG-Paket“. Der Name stammt von der deutschen Händlergruppe „AHG“, die für das Projekt verantwortlich zeichnete und die Kunden-M1 nachträglich umbaute.

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Das Zubehör sollen damals nur lediglich zehn von 446 insgesamt gebauten M1 spendiert bekommen haben. Neben der Leistungssteigerung des (großzügig aufgerundet) 3,5-Liter großen Reihensechszylinders von 277 auf 350 PS wurde auch die Optik – sei sie nicht ohnehin schon radikal genug – dem PS-Plus angepasst: Tief heruntergezogene Frontschürze, verbreiterte Kotflügel und ein einstellbarer Heckspoiler sorgten für (Überhol-) Prestige und noch mehr Aufsehen.

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Das demnächst zur Versteigerung stehende Exemplar hat erst rund 7.000 Kilometer auf dem Tacho, aber dennoch ein bewegtes Leben hinter sich. Erstausgeliefert in unschuldigem Weiß am 30. August 1979 in Bielefeld, wurde der M1 Anfang der 80er durch das AHG Paket inklusive Lackierung der M-Farben aufgewertet. Später fand er seinen Weg in die Staaten, wo er zunächst bis 1995 in der Ed Weaver Sammlung in Georgia verblieb, um danach durch weitere Hände und Sammlungen zu gehen. Nun soll der Sportwagen zu einem Höchstpreis zwischen 600.000 und 800.000 US-Dollar (447.000 und 596.000 Euro) erneut den Besitzer wechseln.

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Quelle: RMAuctions.com