Wer sich immer schon einmal gefragt hat, wie es hinter den Kulissen und in den teilweise geheimen Hallen des Porsche Museums aussieht, hat nun mit der neuen YouTube-Serie Porsche Top 5 die Gelegenheit dazu. Dieter Landenberger, seines Zeichens der Leiter des historischen Archivs von Porsche, stellt darin wöchentlich fünf Highlights der Stuttgarter vor. In der ersten Episode werden die fünf seltensten, vom Werk für Endkunden produzierten, Modelle gezeigt.

Los geht’s mit dem 1992 vorgestellten Über-911 schlechthin: dem turbo S der Baureihe 964. Mit 360 PS leistete er exakt so viel wie der ein Jahr später gezeigte turbo 3.6, war jedoch deutlich weniger auf Komfort, als auf maximale Sportlichkeit ausgelegt. Der Zusatz von Carbon und das konsequente Weglassen von gewichtserhöhenden Extras sowie die erstmalige Verwendung von 18-Zoll großen Felgen an Porsche-Modellen unterstrichen die Motivation von Porsche, den sportlichsten und schnellsten Elfer seiner Zeit zu bauen. Es blieb bei lediglich 86 Exemplaren, was wohl nicht zuletzt am exorbitanten Neupreis von rund 285.000 DM lag.

924 Carrera GT, Bild RM Sotheby’s

Noch seltener, da lediglich fünfzig Mal produziert, ist der 924 Carrera GTS. Wem der Carrera GT noch nicht genug war, um sich endlich vom Hausfrauen-Image des Transaxle-Porsche zu befreien, wollte das „S“ eben auch noch im Namen haben. Im Jahre 1981 wurde der ebenfalls auf Leichtbau getrimmte und mit 245 PS außerordentlich starke Vierzylinder entwickelt. Er hatte jedoch auch seinen Preis: ganze 110.000 DM waren fällig.

Foto RM Sotheby’s

Mit ihm hier bewegen wir uns schon aufs Treppchen: Platz 3 der seltensten Porsche, die jemals ausgeliefert wurden, belegt der grandiose 911 GT1 – für viele immer noch der Inbegriff des Supersportwagens. Er kombinierte die uneingeschränkte Renntauglichkeit mit einer Straßenzulassung, wurde extra für die 24 Stunden von Le Mans entwickelt und lediglich 21 Mal gebaut. Mit 544 PS überflügelte er schon damals fast alles, was sonst noch auf den Straßen umherkreuchte und in den Genuss, einen Straßen-GT1 einmal live zu sehen, kamen nur ganz wenige. Ihn zu fahren glich dann schon einer Audienz beim Papst, der Preis war jedoch ungleich höher: Über 1,5 Millionen D-Mark mussten aufgebracht werden, heute reicht das jedoch auch nicht mehr.

911 Carrera 2.7, Bild RM Sotheby’s

Platz 2 hätten wir dagegen nicht so auf dem Zettel gehabt: der 1984 gebaute 911 SC/RS war ein exklusiv für den Rallyesport aufgebauter Elfer auf Basis des „Super Carrera“. Lediglich 20 Exemplare fanden den Weg in die große weite Welt, ob sie jemals ihrer ursprünglichen Verwendung zugeführt wurden ist angesichts des Preises von 188.000 DM jedoch fraglich. Der SC/RS bestach durch ein aufwendig verstärktes Fahrwerk sowie konsequenten Leichtbau und einen getunten 3,2-Liter Boxermotor mit 250 PS.

Und was steht nach 911 GT1, turbo S und Carrera GTS dann auf Platz 1? Das wollen wir nicht verraten, doch wir taten uns auch verdammt schwer. Ihr erfahrt es nun im Video!

Sagt uns Eure Meinung in den Kommentaren! Wir antworten garantiert und geben auch unseren Senf dazu!

2 Responses

  1. Günter Bauch

    Da fehlt aber doch irgendwie der 968 Turbo S. Wie z.B. der 924 Carrera GTS konnte der 968 Turbo S über Porsche Clubsport von jedem Kunden bestellt werden, er hatte eine ganz normale Straßenzulassung und nach den mir bekannten Informationen wurden von diesem Modell lediglich 14 Stück gebaut.

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    • Maximilian Planker

      Moin Günter,
      Du hast Recht. Haben die Jungs doch tatsächlich ein Modell unterschlagen…

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