Neben diversen Koenigsegg-Modellen mit mehr als 1.000 PS, dem knackigen Porsche 911 GT3, einem von Formel 1-Weltmeister Emmerson Fillipaldi mit entwickelten Supersportwagen dem neuen McLaren 720S und einigen weiteren Traumwagen, zeigte sich auf dem Autosalon Genf auch dieser abgedrehte Elektro-Supersportwagen. Sein Name: Ren. Seine Herkunft: ein Forschungs- und Entwicklungsunternehmen aus China.

Bis zu sechs Turbinen sorgen für Energie

Das Design des Ren – und zwar innen wie außen – wurde vom Flugzeugbau inspiriert, die Karosserie besteht komplett aus Carbon. So soll das Kampfgewicht auf 1.700 Kg gedrückt werden. Was? 1,7 Tonnen sind immer noch viel? Das stimmt, aber im Verhältnis zur verwendeten Technik, relativiert sich das auch wieder. Denn im Heck des Ren arbeiten bis zu drei Turbinen, die bei optimaler Energieausbeute den Strom für die bis zu sechs (!!!) Elektromotoren im Ren produzieren. Zwei Motoren treiben die Vorderachse an, vier weitere kümmern sich um die Hinterachse. In der Summe sollen so 1.303 PS bzw. 2.340 Nm Drehmoment anliegen. Diese Power soll für eine Beschleunigung von 2,5 Sekunden auf Tempo 100 sorgen, der Einsatz der Turbinen soll eine Reichweite von  bis zu 1.200 Km ermöglichen.

Das Cockpit des Ren besteht aus einer, zwei oder drei Polycarbonat-Kapseln – eine für jeden Passagier. Der „Pilot“ sitzt dabei in der Mitte. Entwickelt hat dieses Konzept das Giugiaro-Team aus Italien.

Noch eine Anmerkung am Rande: Der Ren kann mitnichten nur geradeaus schnell. Angeblich wurde der Elektro-Renner (wenn man ihn denn überhaupt so nennen darf) auch auf der Rennstrecke in Monza entwickelt und auf schnelle Rundenzeiten getrimmt. Die verbauten FIA-Sicherheitstanks und das mehrfach verstellbare Motorsport-Fahrwerk zollen diesem Einsatzgebiet ihren Zoll.