RUF, bekannt für extravagante 911-Auslegungen, hat auf dem Automobilsalon in Genf einmal mehr aufgetrumpft. Nein, sie haben sich gar selbst übertroffen. Äußerlich ganz offensichtlich in Anlehnung an einen Neunelfer der Baureihe 964 entworfen, hat es der RUF SCR technisch faustdick hinter den Ohren bzw. unter dem Kohlefaserkleid. Die gesamte Karosserie besteht aus einem leichten Verbundwerkstoff, das Carbon-Chassis ist als Monocoque konzipiert und bietet zudem einen Überrollkäfig aus hochfestem Stahl. Generell bietet RUF in Sachen Leichtbau alles auf, was gut und teuer ist. Das Ergebnis? Ein Leergewicht von rund 1.250 Kilogramm und die Erkenntnis, dass dieser Sportwagen leichter ist als ein 718 Cayman.

Doch die Extravaganzen die der RUF SCR zu bieten hat gehen noch weiter. Der 4,0-Liter Sechszylinder-Saugmotor im Heck des RUF wurde in Anlehnung an den guten alten Mezger-Boxer entwickelt und leistet beeindruckende 510 PS (470 Nm) und soll bis 8.100 Umdrehungen pro Minute drehen. Ja, wir reden hier in der Tat von GT3-Niveau, jedoch in Eigenregie entwickelt und gebaut. Die Höchstgeschwindigkeit des SCR liegt voraussichtlich bei gut 340 km/h.

Selbstredend wird im RUF SCR ausschließlich per Hand geschaltet. Sechs Gänge lassen sich dirigieren, die aus der Formel 1 bekannte Push-Rod-Aufhängung sorgt für eine phänomenale Straßenlage und zum Stehen kommt der Sportwagen durch riesige Keramikbremsscheiben. So viel exklusiver Luxus hat seinen Preis: rund 650.000 Euro soll der RUF SCR in der Basis kosten, wobei sich hier mit Sicherheit die ein oder andere teure Zusatzausstattung hinzu buchen lässt. RUF plant den SCR ab 2019 in einer homöopathischen Dosis von gerade einmal 15 Fahrzeugen pro Jahr zu bauen.

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