Zugegeben: so richtig viel bringen uns neue Rundenzeitenrekorde auf dem Nürburgring nicht, aber am Stammtisch macht sich das Wissen um das schnellste Serienfahrzeug ab und an bezahlt. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Amerikaner um General Motors vieles versuchen um deutsche Rekorde in der Grünen Hölle zu schlagen, sich mit Camaro und Corvette ganz weit vorne positionieren wollen.

So ganz hat das mit der 765 PS starken Corvette ZR1 zuletzt nicht geklappt, denn weniger als 7:12 Minuten waren nicht drin. Damit war die ZR1 nur unwesentlich schneller als die aktuelle Z06, die in 2017 durch die Kollegen von Sport Auto eine 7:13,9 in den Asphalt brannte. Was sich für den normalen Autofahrer schon ordentlich anhört, wird von den Sportsfreunden aus Zuffenhausen derzeit locker unterboten.

Der neue Porsche GT3 RS mit seinem 520 PS starken 6-Zylinder-Sauger marschiert laut „Zeugen“ in heftigen 6:56 über den altehrwürdigen Nürburgring. Offiziell ist dieser Rekord für einen GT3 freilich noch nicht, aber beeindruckend sind die Zahlen allemal. Nochmals weniger zeigt die Stoppuhr beim aktuellen GT2 RS an. Der derzeit leistungsstärkste Serienrennsportler von Porsche (700 PS) knallte im letzten Jahr in 6:47,30 um die Grüne Hölle und lässt damit so gut wie alles hinter sich.

Nur der Elektroflitzer NIO EP9 klebt dem Porsche hier noch an den Hacken und drängt gar zum überholen. Denn der chinesische E-Sportler spurtete in verbrieften 6:45,90 Minuten um den Ring. Ebenfalls in Reichweite zum NIO EP9 und dem Porsche GT2 RS befindet sich der Lamborghini Huracán Perfomante. Der Italiener stempelt 6:52,01 in die Eifelstrecke und komplettiert damit das derzeitige Führungstrio in der Schleifen-Wertung.

Wie der Wahnwitz weitergeht? Wir können es nur erahnen, glauben dass die Rekordfahrt von Stefan Bellof von 1983 weiterhin viele Gemüter in der Branche erhitzt, endlich mit einem Serienauto die 6:11,13 von damals zu knacken.

Quelle: BridgeToGantry

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