Der RUF CTR3 Clubsport ist rein äußerlich schon ein ganz schön skurriles Modell. Wir sehen eine Mixtur aus Porsche 911 an der Front, Cayman am Heck, die Form selbst nimmt Anleihen am 911 GT1, die Motorabdeckung hinter der Fahrerkanzel zitiert historische Modelle und darüber thront ein riesiger Heckflügel. Es hatte schon seinen Grund, dass man beim Hersteller RUF nicht (wie sonst) auf eine bestehende Plattform von Porsche zurückgegriffen hat, sondern eine eigene entwickelt hat, in der die verbaute Technik ihren richtigen Platz finden konnte.

Technik? Ja, da werkelt in dem Auto, das am zweiten Maiwochenende in Monaco unter der Führung von RM Sotheby’s versteigert wird, ein alter Bekannter: der 3,8-Liter große Sechszylinder-Boxermotor aus dem 997 turbo dürfte den meisten Porschejüngern ein Begriff sein. Doch die flache, aerodynamische Karosserieform haben es bereits angekündigt: hier stehen nicht nur 480 PS. Hier liegen, dank eines umfangreichen Turbo-Upgrades, satte 777 PS und 980 Newtonmeter Drehmoment an. Mittels eines Sechsgang-Schaltgetriebes oder (wie hier) eines Siebengang-PDK werden diese ausschließlich an die Hinterachse weitergeleitet. Dank rund 1,3 Tonnen Leergewicht ist die Beschleunigung famos, die Höchstgeschwindigkeit indes soll bei 380 Stundenkilometern liegen.

Der hier vorgestellte CTR3 Clubsport ist derweil nur eines von sieben Exemplaren, die von insgesamt 30 CTR3 seit 2016 produziert wurden. Lackiert in oakgrünmetallic und ausgestattet mit Stoff-Ledersitzschalen im Stil der 60er-Jahre, trägt er die persönliche Handschrift von Alois Ruf höchstpersönlich. Der Supersportwagen wurde erst dieses Jahr auf dem Auto Salon Genf ausgestellt und präsentiert sich im Neuzustand – nichtsdestotrotz ist der Schätzpreis eine Ansage: man erwartet zwischen 800.000 und 900.000 Euro.

Galerie

Bilder und Quelle: RM Sotheby’s

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