Umweltfreundlich, aber um welchen Preis? Bisher sind vor allem die Kosten die Bremser, was Elektroautos in Deutschland anbelangt.

Allmählich bewegt sich aber auch da etwas, und noch bis Mitte 2019 kann die Förderprämie in Höhe von maximal 4000 Euro beantragt werden. Die gilt zwar nur, solange der Vorrat im Geldtopf reicht, aber da die Bundesregierung ursprünglich 1,2 Milliarden in die Kasse gefüllt hatte und die Nachfrage geringer war, als erhofft, ist die Wahrscheinlichkeit gering, leer auszugehen.

Die Reichweite der Stromer ist ebenfalls ein Hemmschuh für viele Käufer, aber immer mehr Modelle bieten verschiedene Akkuvarianten.

Ein echtes Stadtfahrzeug ist der zweisitzige Smart fortwo ED. Rund 160 Kilometer soll er mit einer Ladung auskommen. Dank der Prämie ist er neu für um die 18.000 Euro zu haben. Smart gibt auf die Batterie eine Garantiezeit von acht Jahren oder 100.000 Kilometern. Den Elektro-Smart gibt es außerdem als Cabrio und als Viersitzer.

Für unter 12.000 Euro nach Abzug der Prämie ist der Cityflitzer e.Go Life zu haben. Das Aachener Startup E-Autos hat drei Akku-Varianten im Angebot. Der kleinste soll für mindestens 104 Kilometer im Stadtverkehr reichen und hat eine Zuladung von 420 Kilogramm. Die ersten Auslieferungen sind für Oktober 2018 geplant.

Der Citroen C-Zero gehört inzwischen zu den Veteranen unter den Stromern. Seit 2009 ist er erhältlich, und mit einem Preis von 20.000 bis 22.000 Euro minus Prämie liegt er eher im mittleren Bereich. Die Reichweite ist mit dem e.Go Life vergleichbar, und bei einer Ladezeit von sechs bis elf Stunden sollten längere Fahrten rechtzeitig geplant werden.

Deutlich schneller ist der Renault Zoe wieder auf der Straße unterwegs. Zu verdanken hat der flotte Franzose das seinem flexiblen Wechselstrom-Ladesystem, die in der heimischen Garage mit einer Wallbox gerade mal eine Stunde zum Vollmachen brauchen soll. Außerdem ist er deutlich mehr als nur ein Stadtauto. Bis zu 400 Kilometer soll er auf Landstraßen mit einer Ladung auskommen.

Das macht sich im Preis bemerkbar. Mit neuer 41 kWh-Batterie kostet er um die 35.000 Euro minus Prämie. Ohne Batterie ist er für rund 22.000 Euro zu haben.

Das weltweit meistverkaufte Elektroauto ist noch immer der Nissan Leaf. Das seit April 2018 erhältliche Modell mit 40 kWh, die umgerechnet rund 150 PS und eine Reichweite von um die 300 Kilometer liefern sollen, ist ab rund 32.000 Euro minus Prämie auf dem Markt. Eine Schnellladung auf 80 Prozent soll binnen einer halben Stunde möglich sein.

In Deutschland ist der Leaf inzwischen auch als Taxi, Polizeiauto und Betriebsfahrzeug bei den Berliner Wasserwerken im Einsatz.

Rund eine Viertelmillion Nissan Leaf sind seit der Ersteinführung weltweit verkauft worden.

Wer allerdings an seinem E-Flitzer in erster Linie nur Spaß haben möchte, sollte sich den Renault Twizy anschauen. Dabei will der halboffene Kabinenroller gar kein Auto sein. Kürzer als ein Smart, schmal genug für fast jede Lücke und wendig – was will das Fahrerherz mehr? Knapp 7.000 Euro kostet der offiziell als Quad eingestufte Twizy in  der gedrosselten Version, für die dann auch der Führerschein Klasse S reicht. Die Batterie muss allerdings dazu gemietet werden.

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