Da ist er also, der Peugeot 308 GTi, der vom 270 PS starken 1,6-Liter-Turbomotor des RCZ R angetrieben wird und im Revier von Renault Megane R.S., VW Golf GTI, Seat Leon Cupra 265 und Co. wildern soll. Zwar wird es vom kompakten Franzosen auch eine etwas schwächere Variante mit 250 PS geben, doch da diese nicht für den deutschen Markt bestimmt ist, wollen wir sie hier auch nicht weiter in den Focus rücken.

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Viel mehr interessiert uns die für den hiesigen Markt vorgesehene Version, die in 6,0 Sekunden auf Tempo 100 kommen soll und 250 km/h Topspeed schafft (elekt. eingebremst). Der 1.600er Motor stellt seine 270 PS bei 6.000 U/min bereit, dreht bis maximal 6.500 U/min und stemmt zwischen 1.900 und 5.000 U/min ein Drehmoment von 330 Nm. Um die Kraft auch in zackigen Kurven in Vortrieb umzusetzen, darf sich der Pilot über ein Torsen-Sperrdifferential an der Vorderachse freuen, das mit einer Sperrwirkung von 37 Prozent zu Werke geht.

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Besonders erwähnenswert ist zudem das Kampfgewicht des Franzosen. Auf gerade einmal 1.204 Kilogramm hat Peugeot den neuen 308 GTi heruntergehungert. Dagegen wirkt der VW Golf GTI mit seinen knapp 1.400 Kg wie ein dicker Klops. Und selbst der agile Renault Megane R.S. müsste mit rund 1.300 Kg noch mal ins Fitness-Studio, um mithalten zu können. Neben der guten Sprintzeit leistet das geringe Gewicht auch seinen Anteil zum angegebenen Verbrauch von 6,0 Liter, der natürlich rein theoretisch ist und in der Praxis wohl bei klar über acht Litern liegen dürfte.

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Wer dem GTi auf den Kopf tritt und ihm alles abverlangt, wird natürlich noch weitaus mehr Sprit durch die Brennräume spülen. Doch darüber macht man sich in diesen Situationen eh weniger Gedanken. Wichtiger ist da schon eine ausreichend dimensionierte Bremse. Diesbezüglich preisen die Franzosen die 380 Millimeter-Scheiben an der Vorderachse an, die von vier Sätteln in die Zange genommen werden. Hinten müssen 268er Scheiben reichen. Versteckt ist die Bremsanlage hinter 19-Zoll-Alus, die mit 235/35 großen Michelin Super SPORT bezogen sind. Zum Vergleich: Der Renault Megane R.S. 265 bremst vorne mit 340er, hinten mit 290er Scheiben.

Optisch kommt der neue Peugeot 308 GTi recht dezent daher – leicht modifizierte Front- und Heck-Mimik, dazu ein paar GTi-Schriftzüge und eine (mit bloßem Auge nur schwer zu sehende) Tieferlegung um elf Millimeter kennzeichnen den neuen Hot Hatch. Zu haben ist er in den Farben Ultimate Rot, Magnetic Blau, Perla Nera Schwarz, Artense Grau, Perl Weiß und Hurricane Grau sowie die auf den Bildern in der Galerie zu sehenden Zweifarb-Lackierung in rot und schwarz.

Im Cockpit sollen mit Leder und Alcantara bezogene Sportsitze guten Seitenhalt bieten und sportliches Flair verbreiten. Dem gleichen Ziel verpflichtet ist der „Sport-Button“ auf der Mittelkonsole. Nach dem Drücken wechselt die Farbe im Instrumentenkombi von Weiß zu Rot, im zentralen Instrument werden zusätzliche Infos (Leistung, Drehmoment, Ladedruck, Quer- und Längsbeschleunigung) ausgegeben, der Motorsound wird noch präsenter und die Fahrpedalkennlinie noch sportlicher.

Zu welchem Preis der neue 308 GTi zu haben sein wird, verraten die Franzosen noch nicht. Ein Preis um die 31.000 Euro dürfte aber realistisch sein (zumindest, wenn man die Konkurrenz betrachtet).

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