Ab der kommenden Rennsaison 2017 gibt es in der VLN erstmals eine eigene Klasse für TCR-Fahrzeuge. Die TCR-Serie, dessen Fahrzeuge bereits jährlich im Rahmen der ADAC GT Masters an den Start gehen, beinhaltet Renntourenwagen mit Frontantrieb und 2.0-Liter-Turbomotoren. An der Serie teilgenommen haben bisher die Marken Alfa Romeo, Ford, Honda, Opel, Peugeot, Seat, Subaru und Volkswagen. Neu hinzukommen werden ab 2017 der kürzlich vorgestellte Audi RS 3 LMS – der bereits beim Saisonfinale der VLN am Nürburgring mit von der Partie war – sowie Fahrzeuge von KIA.

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Der Generalbevollmächtigte der VLN, Karl Maurer, rechnet damit, dass die TCR-Serie ein großer Erfolg, insbesondere für den Privatkundensport, werden wird. So sieht er das TCR-Reglement als Format mit großer Zukunft. Einen weiteren Vorteil erkennt Maurer darin, dass zukünftig TCR-Fahrzeuge aus der ganzen Welt bei Langestrecken-Meisterschaften an den Start gehen können. Die ursprünglich für Sprintrennen ins Leben gerufene Fahrzeugklasse muss dazu nur minimal abgeändert werden.

Desweiteren geht Maurer davon aus, dass die bereits vorhandenen Fahrzeuge mit der Zeit auch als Gebrauchtwagen von weniger finanzstarken Privatteams erworben werden und mit vergleichsweise geringen Aufwand bei Langestrecken-Meisterschaften teilnehmen können. Auch die Fahrzeug- und Teilehersteller erkennen mittlerweile das große Potential dieser Rennserie. In den kommenden Jahren sollen weitere Modelle und genormte Zubehörteile auf den Markt kommen. Um für alle Teams die gleichen Zugangsvoraussetzungen zu schaffen, sollen in Zukunft z.B. nur noch Einheitsreifen auf allen Fahrzeugen zugelassen werden – weitere Anpassungen sind nicht ausgeschlossen.

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Das Fahrzeuge der TCR-Serie nicht nur günstige Einstiegsrenner sind, sondern wirklich was auf dem Kasten haben, zeigten in diesem Jahr bereits Mathilda Racing und Kissling Motorsport. Diese konnten in der hart umkämpften SP3T-Fahrzeugklasse jeweils zwei Siege mit einem Seat Leon und einen Sieg mit einem Opel Astra herausfahren. Im kommenden Jahr dürften die Blicke vor allem auf den neuen 330 PS starken Audi RS 3 LMS gerichtet sein, der extra für diese Rennserie als Kundensportfahrzeug entwickelt wurde. Unter dem Blechkleid steckt (in weiten Teilen) die Technik aus dem Volkswagen Golf GTI TCR und dem Seat Leon TCR. Einzig die Karosserievariante als Limousine unterscheidet den Konzern-Bruder deutlich von seinen Mitstreitern – und genau das könnte vielleicht sogar ein Vorteil sein, bietet die Form einer Limousine unter Umständen bessere Strömungswerte für den Heckspoiler.

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