Anlässlich des diesjährigen Genfer Autosalons hat Aston Martin die Tochter Aston Martin Racing, kurz: AMR, präsentiert. Abseits des ansonsten bereits sehr umfangreichen Individualisierungsprogramms der Briten soll mit AMR nun auch die sportlich orientierte Kundschaft für Straßenfahrzeuge besser angesprochen und bedient werden, die ihren Aston auch gerne mal auf der Rennstrecke nutzt. Oder ihn zumindest danach aussehen lassen möchte. Gewissermaßen ist AMR das, was AMG für Mercedes und die Audi Sport GmbH für die Marke mit den vier Ringen darstellt.

Mit diesem Konzept will Aston Martin bewusst an seine Wurzeln erinnern, die Briten sind schließlich einst im Rennsport groß geworden. AMR existiert bereits seit 2004 als Rennteam und mischt momentan mit den GT3- und GT4-Rennwagen die etablierten Teams ein wenig auf. Auch die Modelle Vantage GT12, Vantage GT8 und Vulcan gehen auf das Team rund um David King zurück, das der Individualisierungssparte Aston Martin angehört. Nun wurden mit dem Vantage AMR Pro und dem Rapide AMR zwei weitere Aston Martin vorgestellt, die vom Sportwagen für den Gentleman zum echten Trackday-Aston umfunktioniert wurden.

Besonders dürfte das auf den Vantage zutreffen. Dank des 507 PS starken V8-Saugers aus dem Aston Martin GT4 darf er sich mit Recht der stärkste V8 Vantage nennen. Ein vollumfänglich einstellbares Rennfahrwerk, neue Getriebelager und nicht zuletzt die radikale Optik mit fetter Verbreiterung, großen Luftein- und Auslässen sowie dem ebenfalls einstellbaren Heckflügel dürften jedem beim Blick in den Rückspiegel klar machen: ich mein’s ernst! Der Vantage AMR Pro wird ab sofort gebaut, Hoffnungen auf ein Exemplar müssen wir jedoch gleich bremsen: es wird lediglich sieben Stück geben.

Ein paar mehr dürfen es vom Rapide AMR sein, ganze 210 Exemplare will Aston Martin von der radikaleren Limousine bauen – wobei radikal schon fast ein wenig übertrieben erscheint. Mit seinen knallgelben Akzenten, der vierflutigen Abgasanlage und den schwarz lackierten 21-Zoll-Felgen hebt er sich zumindest optisch leicht von einem Serien-Rapide ab. Zudem leistet er mit 600 PS marginal mehr als der bislang erhältliche Rapide S (560 PS), die Höchstgeschwindigkeit soll rund 337 Km/h betragen. Auffallend ist das in Alcantara und Carbon gehaltene Interieur samt Schalensitzen und ebenso gelben Akzenten, das der Luxuslimousine einen ordentlich sportlichen Touch verleiht.

Doch dabei soll es natürlich nicht bleiben. In Zukunft sind von jedem Modell der Aston Martin-Range jeweils Ableger von AMR denkbar, die ersten beiden Exponate können ab morgen auf dem Genfer Autosalon in Halle 5 besichtigt werden.

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