Wer heute nach einem vernünftigen Audi RS 4 der ersten Generation B5 sucht, der muss mindestens 35.000 Euro einplanen, erhält dann aber meist nur Fahrzeuge mit 200.000 Kilometern und mehr auf dem Tacho. Der Sammler schielt da eher auf Exemplare mit weniger als 50.000 gelaufenen Kilometern und einem vollgestempelten Audi-Serviceheft. Dann muss man schon gute 50-70.000 Euro locker machen und steigt in Sphären auf, wo man sich locker auch einen neuen RS4 leisten könnte.

Die Modellgeneration B9 steht für mindestens 79.800 Euro in der Liste, sollte aber mit guten Konditionen oder als Jahreswagen schnell für etwas weniger Geld zu haben sein. Was bekommt man dafür geboten? 2,9-Liter Hubraum, 450 PS und eine Beschleunigung auf 100 km/h in gut 4,1 Sekunden. Man könnte jetzt sagen, dass sich über die Jahre nicht viel getan hat. Denn auch der B5 beschleunigte bereits in unter 5,0 Sekunden auf Landstraßentempo und brachte 381 PS auf die Straße. Geschaltet wurde seinerzeit ausschließlich per Hand, heute übernimmt die Gangauswahl ein 8-Stufen-Tiptronic-Getriebe.

440 Newtonmeter von damals treffen heute auf stramme 600 Newtonmeter, die Endgeschwindigkeit beider RS 4 liegt bei 250 km/h, das 2018er Modell lässt sich allerdings auf optionale 280 km/h entriegeln. Trotz einer gesunden Mehrleistung hat der RS 4 über die Jahre zugenommen. Statt 1.620 Kilo im Jahr 2001, wiegt der aktuelle Audi RS 4 Avant mindestens 1.790 Kilogramm.

Die Kollegen von Auditography haben das Ahnentreffen bildlich hervorragend in Szene gesetzt und zeigen eindrucksvoll wie sich der RS 4 über die Jahre selbst treu geblieben ist. Am Ende bleibt es eine Geschmacksfrage welchen Avant-Sportler man bevorzugt.

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