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Es scheint, als könnten und vor allem wollten alle nur noch Hypersportwagen bauen. Ein Päckchen Akkus, eine Hand voll kleiner Motoren, darüber eine mehr oder weniger glücklich gestaltete Karosserie- fertig. Das Ganze dann auf einem eigenen Messestand mit teuren Damen und noch teurerem Champagner ausgestellt – so machen es dieser Tage sicher ein Dutzend Kleinstserienhersteller in Genf. Von keinem hat man je etwas gehört und von den meisten wird man sicher auch nie wieder hören – mit Ausnahme von Pininfarina.

Fast ein Jahr nachdem der indische Mahindra-Konzern die Rechte an Automobili Pininfarina erwarb, hat die Designschmiede nun den Pininfarina Battista enthüllt – einen 1.900 PS starken Hypersportler, der viele Superlative mit sich bringt. Und eben ein Styling, das Gründungsvater Battista Farina stolz gemacht hätte.

In ästhetischer Hinsicht verkörpert der Battista Pininfarinas klassische Werte: Eleganz, Schlichtheit und Innovation. Dabei reiht er sich bei Ikonen wie dem Ferrari 512S Modulo oder dem Pininfarina Sergio ein. Natürlich erkennen wir viele Details des Ferrari 458 am Battista – doch Pininfarina hat eben nicht nur ihn, sondern auch gut 60 weiteren Ferrari das schöne Kleid gezeichnet. Es ist also keine Kopie. Vielmehr ist der Battista ist das Original.

Unter der Haut geht es wunderbar weiter. Kein Bastel-Einsatz, sondern hochfunktionale und handwerklich perfekte Arbeit liefert Technik-Partner Rimac. Der Battista steht auf dem Chassis des rein elektrisch angetriebenen Rimac C_Two und drückt damit wuchtige 1.900 PS und ein ebenso atemberaubendes Drehmoment von 2.300 Nm auf die Straße. So soll der Battista die Zielmarke von 100 Stundenkilometer in unter zwei Sekunden erreichen. 300 Stundenkilometer sind in unter (!) zwölf Sekunden erreicht und die Höchstgeschwindigkeit wird mit 380 km/h angegeben.

Noch beeindruckender als diese Beschleunigungsfantastereien ist wohl die versprochene Reichweite: über 450 Kilometer soll der Battista dank eines mächtigen 120 kW-Lithium-Ionen-Akku-Pakets schaffen.

Selbstverständlich kann der Fahrer die Leistungsvielfalt des Ultra-Sportwagens durch eine Reihe von wählbaren Fahrmodi steuern, unter anderem einige für unterschiedliche akustische Charakteristiken – die er sich persönlich aussuchen und programmieren lassen kann. Denn obwohl die Performance außerordentlich scheint, hat sich Pininfarina auch auf die Touring-Fähigkeiten des Battista konzentriert. Das zeigt sich nicht nur in der Akustik, sondern auch im großen Komfort des wunderbaren Innenraums.

Insgesamt werden ab dem kommenden Jahr – dem 90-jährigen Jubiläum Pininfarinas – 100 bis 150 Stück des Battiasta gebaut. Und zwar zu einem Preis von jeweils über zwei Millionen Euro. Was aber nicht schlimm ist, denn schließlich gehört einem damit nicht nur eines der schnellsten Autos der Welt, sondern auch ein wunderschönes Stück Zukunft.

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