In den letzten Wochen und Monaten hat Alfa Romeo immer wieder häppchenweise Infos zur neuen Konkurrenz von BMW Dreier und Audi A4 geliefert. Ganz besonders gespannt sind wir natürlich auf die Sportversion der Mittelklasselimousine Giulia, die den M-BMW und AMG-Mercedes zeigen soll, wo der italienische Hammer hängt. Zur IAA hauen sie endlich die letzten Fakten der Giulia Quadrifoglio Verde auf den Tisch.

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Quadrifoglio Verde, das vierblättrige Kleeblatt steht in langer Tradition für die Sport- und Rennsportmodelle von Alfa Romeo und ziert diese bereits seit den 20er Jahren. Die neue Giulia markiert einen Meilenstein in der langen Geschichte der Italiener, ist sie doch seit langem die erste Limousine, die wieder über einen Frontmotor und Hinterradantrieb (wahlweise auch Allrad) verfügt. Und ein weiteres Merkmal macht gerade das Topmodell der Giulia zu einem Auto, das italophile Autofahrer einfach lieben müssen: Sein Motor. Der stammt nämlich direkt aus den Produktionsstätten in Maranello, der Ferrari-Hauptstadt.

Alfa Giulia Quadrifoglio und ihre Gegner

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Aus 2,9 Litern Hubraum und sechs v-förmig angeordneten Zylindern holten die Ingenieure dank Turboaufladung satte 510 PS und 600 Newtonmeter Drehmoment. Sie treffen auf ein Trockengewicht von 1.524 Kilogramm, was ein hervorragendes Leistungsgewicht von weniger als drei Kilogramm pro PS ermöglicht. Inklusive aller Flüssigkeiten dürfte das Gewicht jedoch um einige Kilos ansteigen – so sind sie halt, die Italiener. Dennoch soll die schöne Giulia in nur 3,9 Sekunden auf 100 Km/h sprinten, abgeregelt wird nicht. Macht 307 Km/h in der Endgeschwindigkeit. Ganz fein: Sechsgang-Handschaltung. Zieht euch warm an, tedeschi!

Auch fernab von schierer Motorleistung geizt Alfa Romeo diesmal nicht an technologischem Inventar. Hochleistungsbremsanlage (wahlweise Karbon-Keramik-Scheiben), Motorhaube, Dach und Kardanwelle sind aus Kohlefaser, an der Hinterachse regelt ein elektronisches Sperrdifferential. Laut Alfa verfügt die Giulia außerdem über eine optimale – 50:50 – Gewichtsverteilung, was der Fahrdynamik selbstredend zugute kommt. Ein aktives Fahrwerk und ein aktiver Frontspoiler, die über einen Fahrdynamikschalter im Innenraum (D.N.A.) auch separat angesteuert werden können, tragen ebenfalls dazu bei.

Schärfster Konkurrent: Der BMW M3

Nüchtern betrachtet ist die Giulia Quadrifoglio Verde ein Sonderangebot: Das Topmodell startet im letzten Quartal 2015 zu Preisen ab 72.000 Euro und liegt damit auf dem Niveau des BMW M3, der mit 431 PS jedoch einen deutlichen Leistungsnachteil hat. Für die Launch-Edition, die unter anderem Keramikbremsen und Sparco-Schalensitze an Bord hat, sind dafür mindestens 90.000 Euro fällig. Ob sich abseits von Hardcore-Alfa-Fans für die Neue unter den Mittelklasse-Limousinen Käufer finden lassen, werden die ersten Vergleiche zeigen. Buona fortuna, Alfa Romeo!

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