Endlich – man hörte beinahe schon ein erleichtertes Aufstöhnen auf der Audi-Pressevorstellung in Paris. Die RS3 Limousine war eine der meist erwarteten Neuheiten aus Ingolstadt, da verblassen Q5 und A5 zu Statisten. Und das zurecht: die fette Optik mit zwei armdicken Endrohren am Heck, eine um 20 Millimeter verbreiterte Spur vorne (hinten: 14 Millimeter) und eine aggressiv designte Front mit dem obligatorischen quattro-Schriftzug im Singleframegrill passen perfekt zur bisher eher braven, aber formschönen A3 Limousine.

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Auf technischer Seite vertraut die RS3 Limo auf den bekannten Zwoeinhalbliter-Fünfender, den wir bereits aus dem (momentan nicht mehr erhältlichen) RS3 Sportback kennen. In der RS3 Limousine erhält er erstmals eine Leistungsspritze auf 400 PS (vormals: 367) und 480 (zuvor: 465) Newtonmeter Drehmoment. Das sorgt für beeindruckende 4,1 Sekunden im Sprint von 0 auf 100, die Topspeed liegt auf Wunsch bei 280 Km/h. So kann es der RS3 zumindest längsdynamisch relativ sorglos mit der Konkurrenz aus Mercedes-AMG A45 und BMW M2 aufnehmen. Für die Kraftübertragung sorgt naturgemäß ein performance-orientiert abgestimmter quattro sowie die Siebengang-S tronic. Verzögert wird über eine fette Bremsanlage mit 370 Millimeter Scheiben und Achtkolben-Sätteln vorne, die sich hinter serienmäßigen 19-Zöllern versteckt. An diesen werden auf Wunsch vorne auch breitere Reifen (255er) als hinten (235er) montiert.

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Im Innenraum herrscht auch beim RS3 das typische Audi-Ambiente, garniert mit ein paar sportlich roten Details, optional sind RS-Schalensitze verfügbar. Klassisch sind die beiden schwarzen Rundinstrumente, nur auf Wunsch gibt es das Audi virtual cockpit, das über den aus anderen Modellen bekannten RS-Screen mit in der Mitte positioniertem Drehzahlmesser verfügen wird und den Fahrer über Reifendruck, genutztes Drehmoment und g-Kräften informiert. Über den Marktstart hierzulande hält Audi sich noch bedeckt, in den USA und China kommt die schnelle Limousine in jedem Falle im Sommer nächsten Jahres zu den Händlern.