Das scheint jetzt irgendwie in Mode zu sein, Autos mit einem Drift Mode auszustatten. Wo früher noch viel Power und Hinterradantrieb ausreichte, um für ordentlich Rauch an der Hinterachse und ein freudiges Gefühl am Volant zu sorgen, braucht es mittlerweile Computertechnik, extra hierfür angefertigte Differenziale und so weiter und so fort. Gut, es passt zu einem Ford Focus RS, der zuvor nur über Vorderradantrieb verfügte. Es mag auch zu einem neuen E63 mit Allradantrieb passen, auch wenn wir diesen mit nur zwei angetriebenen Rädern bevorzugen würden. Jetzt aber springt Audi auch noch auf den Zug auf.

Zumindest, wenn es nach der Quelle der britischen Autocar geht. Aber nicht etwa in einem RS6 oder RS7, wo man einen Drift-Modus noch ansatzweise nachvollziehen könnte. Stattdessen soll für den kommenden SQ5, der nächstes Jahr auf den Markt kommt, an einem solchen Drift-Mode gearbeitet werden. Geht es nach einem Fahrwerksingenieur, so soll der SQ5 ein sportlicheres, lebendigeres Handling bekommen und deutlich mehr zum Querfahren animieren. Querfahren in einem Mittelklasse-SUV – na, das kann ja was werden.

Audi Q5

CanAm
Dass dieses Feature nicht serienmäßig sein wird, versteht sich bei der üblichen Aufpreispolitik von selbst. So dürfte der Drift-Mode lediglich mit dem bekannten Sportdifferential erhältlich sein, das wiederum an eine adaptive Lenkung und ein ebenso adaptives Fahrwerk gekoppelt wird. Mit welcher Motorisierung der nächste SQ5 auf den Markt kommt, ist derweil noch offen: abhängig vom Markt wurde das verflossene Modell mit einem 313 PS (bis zu 340 PS im SQ5 plus) starken Dreiliter-TDI (u.a. in Deutschland) oder mit einem Dreiliter-TFSI mit 354 PS (u.a. für die USA) angeboten. Der SQ5 könnte analog zum SQ7 zukünftig auf einen elektronischen Verdichter zusätzlich zu den beiden Turboladern vertrauen. Dann ist sicherlich mit Leistungsdaten von deutlich über 350 PS zu rechnen.

Quelle: Autocar.co.uk