Es ist mal wieder ein Jammer: Zwei Seiten misst die Pressemitteilung zum neuen Audi R8, was schon nicht gerade viel ist. Noch weniger Inhalte als die Seitenzahl vermuten lässt finden wir allerdings darin über den aufgefrischten Zweisitzer aus Ingolstadt. Wir wissen nicht, ob wir Audi als Pressevertreter weniger wert sind als andere, müssen uns folglich zu der kryptischen Aussage „jetzt ist er noch stärker und schneller“ die Daten selbst heraussuchen. Sogar Wikipedia weiß es schon: Demnach heißt der facegeliftete Audi R8 V10 plus demnächst Performance und leistet mit seinem freisaugenden V10 (hierfür ein dickes Danke!) aus 5,2 Litern Hubraum 620 anstelle von 610 PS und mit 580 Newtonmetern 20 Newtonmeter mehr Drehmoment als das Vorgängermodell. Damit beschleunigt der Sportwagen einen Hauch schneller auf 100 Stundenkilometer (3,1 Sekunden, Spyder: 3,2 Sekunden) und rennt bei Bedarf bis zu 331 (Spyder: 329) Km/h schnell.

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Auch die „Einstiegsvariante“ ohne Namenszusatz leistet sich noch den Zehnzylinder und darüber hinaus jetzt in Coupé und Spyder 570 Pferdchen (vormals 540) und 560 Newtonmeter Drehmoment. Somit steht auch der günstigere Audi R8 seinem stärkeren Bruder in Sachen Fahrleistungen kaum nach, ist keine halbe Sekunde langsamer auf Landstraßentempo und fährt maximal sieben Stundenkilometer langsamer in der Endgeschwindigkeit. Ein paar nützliche Informationen – abgesehen von der überarbeiteten Frontpartie, die nunmehr abermals aggressiver daherkommt (zum Heck können wir mangels Fotos nichts genaues sagen, besten Dank nochmal an die Presseabteilung) – konnten wir dann doch noch den News entnehmen: Modifikationen an Fahrwerk und Lenkung sollen sowohl Rückmeldung und Ansprechverhalten deutlich verbessern. Für den R8 V10 Performance stehen sodann zusätzliche Fahrmodi zur Verfügung, die das Verhalten des Antriebs und der Fahrassistenten (insbesondere des ESP) an die Straßenverhältnisse anpassen und somit für noch optimaleren Grip sorgen sollen: Über Wet, Dry oder Snow kann der Fahrer seinen R8 auf die jeweiligen Wetterbedingungen einstellen. Dank des optimierten ESP soll beispielsweise der Bremsweg um bis zu fünf Meter (bei einer Vollbremsung aus 200 Km/h) verringert werden können. Für die Bremsung verantwortlich zeichnen serienmäßig Stahl-, optional aber auch Keramikbremsscheiben, die serienmäßig unter 19 Zoll großen Felgen auf ihren Einsatz warten. Optional können „besonders leichte“ 20-Zöller bestellt werden.

Abschließend konnten wir noch herausfiltern, dass es zwei neue Farben (Ascariblau und Kemoragrau) für den R8 geben wird. Wer möchte, kann aus drei Exterieurpaketen wählen, die wie auch immer geartete „Akzente“ an Front, Schweller und dem neu gestalteten Diffusor setzen. Zum Preis sagt die Pressemitteilung natürlich nichts, im Frühjahr nächsten Jahres steht der neue R8 in jedem Fall beim Händler.

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