Eins gleich vorneweg. Über den Sinn oder Unsinn eines BMW X6 in der M-Variante kann man sich ausführlich streiten. Wir wollen es an dieser Stelle aber nicht tun sondern nur berichten, was BMW in der zweiten Generation des Power-SAC (Sports Activity Coupé) sowie dessen SUV-Bruders X5M alles besser gemacht hat. Und das beginnt gleich mit dem Design.

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Nein, wirklich schön ist auch der neue X6 nicht geworden (pers. Meinung), speziell das Heck wirkt nach wie vor gewöhnungsbedürftig, aber gerade der Innenraum hat enorm vom Modellwechsel profitiert und bietet mit neu konstruierten Sportsitzen und Bi-Colour-Lederausstattung ein angemessenes Ambiente. Unter der Haube erstarkt der 4,4-Liter-Biturbo-V8 von 555 PS und 680 Nm auf 575 PS und 750 Nm und bildet damit mit Ausnahme des „50 Jahre Edition M5“ den Leistung-Peak in der Münchner Fahrzeugflotte. Den Vorgänger unterbietet er beim Sprint auf 100 km/h mit 4,2 Sekunden um eine halbe Sekunde, wird aber gleichsam bei maximal 280 km/h elektronisch abgeregelt.

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Im Interview mit der „Sport Auto“ gab der Projektleiter Herbert Bayerl zudem an, man bewege sich mit dem neuen X6M auf der Nordschleife auf dem Niveau des E92 M3, der die Strecke in 8,05 Minuten umrundete. Das würde den X6 M zum einen deutlich schneller als den aktuellen Rekordhalter Range Rover Sport SVR (8,14 min) machen und zum anderen ein deutliches Signal an die neue Konkurrenz in Form des Mercedes MLC 63 AMG senden, der ab Herbst nächsten Jahres den Konkurrenzkampf verstärken soll. Die erste X6M Generation brauchte für dieselbe Disziplin übrigens noch 8,24 min.

Passend zum Marktstart im Frühjahr 2015 wird dann auch die M-Version des X5 verfügbar sein, die mit dem X6 technisch in allen Belangen identisch ist und höchstens minimal mehr Gewicht mit sich rumschleppen wird. Preislich beginnt der X6M bei 117.700 Euro, der X5M kostet 3.400 Euro weniger.

Galerie: BMW X6M

Galerie: BMW X5M