Hybrid-Sportler, Tracktool und potenter M4 – auf dem Manhart-Stand auf der Essen Motor Show 2014 wird wieder einiges geboten. Wobei alle drei Modelle gleichermaßen als Eycatcher herhalten können. Und ob man es glaubt oder nicht, der optisch am sportlichsten daherkommende Manhart-Renner – der MH i8 – ist mit seinen 362 Hybrid-PS geradezu untermotorisiert und das schwächste Ausstellungsstück. Der erstmals live zu sehende MH2 400 WB kommt mit seinen 430 PS und 592 Nm schon deutlich potenter daher. Gekrönt wird der Stand vom MH4 550 auf Basis des BMW M4. Statt der serienmäßigen 431 PS darf der Dreiliter-Reihensechszylinder unter der Haube nach dem Manhart-Eingriff mit 555 PS und sagenhaften 820 Nm protzen.

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Erreicht wird das Leistungsplus im MH4 550 mittels eines Zusatzsteuergerätes, eines neuen Luftfilters von K&N sowie neuer Sport-Endschalldämpfer (Export) und einer neuen Downpipe (Export). Außerdem verbaut Manhart ein Clubsportfahrwerk von KW (dreifach), zieht 21-Zöller mit 255/30 ZR21-Bereifung auf (hinten: 295/25 ZR21) und sorgt mit der Bremsanlage vom BMW M5 F10 an der Vorderachse (6 Kolben, 400 mm) für ausreichend Negativbeschleunigung. Optische Akzente sollen der Frontspoiler sowie der Carbon-Heckdiffusor sorgen.

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Obwohl 125 PS schwächer steht der neue MH2 400 WB dem „großen“ Bruder kaum nach. Auf Basis des M235i hat Manhart ein Tracktool auf die Räder gestellt, das nicht nur mit einem auf 430 PS (592 Nm) erstarkten Dreiliter-Biturbo-Aggregat punkten kann, sondern darüber hinaus vor allem durch sein Breitbaukit (WB = Widebody) für Aufsehen sorgt. Zudem bekam das ehemals 326 PS starke Coupé einen Frontspoiler, einen Heckdiffusor, einen Heckspoiler und neue Spiegelkappen (beide aus Carbon) spendiert.

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Auf der Technikseite kann der Manhart MH2 400 WB mit einem Clubsport-Fahrwerk von KW, eine verstärkten 6-Kolben-Bremsanlage an der Vorderachse mit 350/34 mm messenden Scheiben, sowie eine Differenzial-Sperre (0-100%), einen neuen Ladeluftkühler und eine Sintermetall-Kupplung mit Einmassenschwungrad in die Waagschale werfen. Den Topspeed gibt der Tuner mit mehr als 300 km/h an, die Sprintwerte werden leider nicht verraten.

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Drittes Modell im Bunde ist der MH i8, der lediglich ein paar Tieferlegungsfedern, neue Felgen im 21-Zoll-Format sowie ein paar optische Retuschen vorweisen kann. Die Leistung des Hybridsystems – bestehend aus 1,5-Liter-Dreizylinder und Elektromotor – bleibt unangetastet bei 362 PS und 570 Nm.

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