Die letzte Zeit war für Fans des Freestyle-Skifahrers Jon Olsson (und sicher erst recht für ihn selbst) eine spannende. Nach dem Verkauf des brutalen Audi RS6-Umbaus (der später den Flammen zum Opfer fiel) stand der Sportwagenfreak vor der Qual der Wahl: Welcher Wagen sollte als neues Spielzeug herhalten und welcher wäre wohl geeignet für neue Umbaumaßnahmen? Neben dem Lamborghini Huracán stand auch der neue Audi R8 zur Auswahl – Olsson entschied sich aber offenbar für den Lambo.

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Dies legt zumindest ein aktueller Blog-Eintrag nahe, in der der Sportler seinen Traum von der Teilnahme an einer Offroad-Rallye quer durch Europa und Asien (Mongolei-Rallye) schildert. Die Teilnehmer starten normalerweise auf Hatchbacks oder ausgedienten Kombis in London. Die Route führt sodann 16.000 Kilometer durch Deutschland und Polen nach Moskau und später über Turkmenistan, Tadschikistan und Kasachstan bis nach Ulaanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei. Die Zielflagge wird in Ulan Ude, etwas nördlich von Ulaanbaatar geschwenkt. Und Jon Olsson? Der will dieses Jahr unbedingt mitmachen.

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Der Teilnahmewunsch dürfte in seinem Freundeskreis bisweilen noch mit einem etwas gelangweilten Nicken zur Kenntnis genommen worden sein: Schließlich war Olsson des Öfteren Teilnehmer der – mittlerweile legendären – Gumball 3000-Rallye. Allerdings ist die Mongolei-Rallye mit über 30 Tagen eine andere Hausnummer – es gibt außerdem keine festen Routen oder Hilfestellungen. Und so könnte denn auch der Fahrzeugwunsch bei seinen Freunden zu Kopfschütteln geführt haben: Nicht etwa in einem Skoda Citigo oder einem angeranzten Kombi will der Skistar antreten, sondern in (seinem) nagelneuen Lamborghini Huracan.

Zuvor soll der italienische Sportwagen außerdem noch mächtig umgebaut werden, Olsson selbst spricht von einem Carbon-Widebodykit. Wir dürfen uns also auf einen Hardcore-Lambo im Stile der verflossenen Audi R8-Schneefräse einstellen. Zwar lassen die Veranstalter in der Regel nur Teilnehmer mit Fahrzeugen zu, die maximal 1,2 Liter Hubraum haben und ferner „für ein paar Pfund“ den Besitzer gewechselt haben. Nach eigenen Angaben dürfen aber auch größere und teurere Autos mitfahren, wenn der Besitzer sich selbst und dem Auto die extreme Reise zutraut.

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Das dürfte für Olsson das kleinste Problem sein. Und mit den Stieren aus Sant‘ Agata kennt sich der Schwede zumindest aus: Mehrere Murciélago und Gallardo-Modelle hat Olsson bereits nach seinem Gusto verfeinert und „optimiert“. Mit einem Lambo eine Offroad-Rallye zu fahren, klingt aber selbst für jemanden, der mit einem Rebellion R2K über verschneite Skipisten driftet, vollkommen bekloppt. Bekloppt, aber auch geil. Oder etwa nicht?

Quelle: jon-olsson.com

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