Wer in den 60er Jahren dazugehören wollte, der düste lässig in einem Riva-Motorboot an der Adria oder der Cote d’Azur entlang, oder machte Seen in südlichen Gefilden unsicher. Sean Connery hatte es, natürlich auch Gunter Sachs und auch Sophia Loren und Brigitte Bardot räkelten sich auf der Liegefläche auf dem Heck oder ließen sich mit bis zu 40 Knoten den Wind durch die Haare wehen. Klar, dass auch der frischgebackene Sportwagen-Hersteller Ferruccio Lamborghini da nicht zurückstecken wollte. Und so gab er bei Carlo Riva sein ganz eigenes Modell in Auftrag – natürlich mit adäquater Motorisierung.

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Ferruccio brachte kurzerhand zwei Vierliter-V12-Aggregate aus seiner Sportwagen-Produktion mit. Die Motoren kamen eigentlich in dem ersten Lamborghini-Modell – dem 350 GT bzw. dem 400 GT zum Einsatz. Zusammen brachten es die beiden V12-Aggregate auf 700 PS und machten das Motorboot mit Mahagoni-Rumpf bis zu 48 Knoten schnell (fast 90 km/h).

Das Einzelstück blieb fast 20 Jahre im Besitz von Ferruccio Lamborghini, danach verkaufte er es an einen Freund. Später verliert sich die Spur und erst viel später wurde es in einer Werft wieder entdeckt. Danach wurde des elegante Stück Zeitgeschichte fast drei Jahre von einer auf Riva-Boote spezialisierten Werft in Holland restauriert. Seitdem erstrahlt es in einem neuwertigen Zustand. Die Original-Motoren mussten allerdings gegen neue V12-Derivate ersetzt werden.

Wer sich nun in dieses Einzelstück mit prominentem Vorbesitzer verguckt hat, kann bei der Riva-World in Uithoorn (hier wurde das Boot restauriert) ein Gebot abgeben und mit etwas Glück ist er schon bald der neue Besitzer. Allerdings ist das „Riva Aquarama Lamborghini“ derzeit bereits mit 2,7 Millionen Euro versichert, weniger darf ein ernst gemeinstes Gebot also nicht ausfallen. Also, wer will?

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