Was Ende 2015 mit dem #dieselgate begann, riss dank der DUH und diversem politischen Aktionismus mit Fahrverboten, Plaketten-Androhungen und Krisen-Talkshows vor allem eines in den Keller: Die Preise von EU5-Dieselfahrzeugen.

Ist jetzt der richtige Zeitpunkt für ein richtiges Schnäppchen?

Jein. Denn auch wenn die Restwerte der Diesel schneller sinken als die der vergleichbaren Benziner, so ist die Rechnung dennoch nicht so einfach. Im Schnitt kostet ein drei Jahre alter Diesel bei 20.000km Jahreskilometern noch 52,1% seines Neuwertes. Bei Benzinern sind es 57,1% – das ist insofern deshalb interessant, weil die Benziner im Laufe des Jahres nur 0,9% Federn lassen mussten, die Diesel immerhin 1,6% – also ein beinahe doppelt so hoher Wertverlust.

Spannend sind auch die Standzeiten. 2018 standen Diesel im Schnitt 102 Tage bei den Händlern, wohingegen die Benziner nach 83 Tagen einen neuen Besitzer fanden. Grund genug also für die Händler sich die augenscheinlich weniger beliebten Diesel nicht unbedingt auf den Hof zu holen.

Und hier kommt die Schnäppchenchance: Obwohl die Durchschnittspreise nicht unbedingt nach Sonderangebot klingen, so liegt das vor allem daran, dass viele Autos eben bei Händlern stehen. Und diese müssen ihre laufenden Kosten (Bestandsfinanzierung, Standtage, etc.) auf die Fahrzeug umlegen. Entsprechend sind die Diesel nicht so günstig, wie sie sein könnten.

Denn viele Händler nehmen gar keine EU5-Diesel (schlechtere sowieso nicht!) mehr in Zahlung. Wer also einen Neuwagen abseits der Dieselprämien kaufen möchte, der schaut oft in die Röhre und muss privat verkaufen, wenn er nicht auf die bekannten Auktionsplattformen zurückgreifen will.

Und hier lauert die Chance: einen privaten Diesel kaufen!

Denn wenn die EU5-Generation eins nicht ist, dann schlecht. Die Motoren sind ausgereift, kraftvoll, sparsam – und eben bereits produziert. Im Sinne des ökologischen Fußabdrucks ist es also nur sinnvoll sie weiterzufahren, anstatt ein perfekt funktionierendes Fahrzeug am Ende gar noch zu verschrotten und ein neues zu produzieren.

Begleitet uns deshalb bei unserem evocars-EU5-Projekt: denn wir kaufen uns einen Redaktions-Diesel. Und werden zeigen, dass die Angst vor Fahrverboten zwar nicht ganz unbegründet, in den meisten Fällen aber total zu vernachlässigen ist. Außerdem werden wir zeigen, wie wunderbar und sparsam so ein Auto heute noch ist!