Devon Motorsports aus dem sonnigen Kalifornien lässt die sprichwörtliche Katze aus dem Sack. Im Fall des Devon GTX handelt es sich dabei allerdings eher um einen eleganten und gleichzeitig furchteinflößenden Löwen. Konnte Devon bereits am 7. August vermelden, dass sein auf der Dodge Viper SRT10 basierender GTX den Rundenrekord auf dem Mazda Raceway Laguna Seca aufgestellt hat, wurde das Coupé nun erstmals offiziell vorgestellt. Auf dem Pebble Beach Concours d’Elegance – auf dem derzeit auch die 800 PS starke AC Cobra von Iconic zu bestaunen ist – konnte Autobegeisterte dem Devon GTX ganz nah sein und bekamen erstmals Infos zu Antrieb und Preis.

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Wie vermutet, findet der 8,4 Liter große V10 aus der Dodge Viper SRT10 im Devon GTX Verwendung. Allerdings wurde der ehemals aus einem LKW stammender Monster-Motor auf 650 PS bei 6100 U/min gebracht (Serie: 612 PS) und stellt damit den stärksten Saugmotor in einem „Serienwagen“. Größere Ventile, ein überarbeiteter Zylinderkopf und größer dimensionierte Kühler entlocken dem Motor die 50 Zusatz-PS. Außerdem wurde der Abgastrakt durchsatzfreudiger gestaltet. Damit die ganze Schose auch wieder zum Stehen kommt, verbaut Devon 380 Millimeter messende StopTech-Scheiben mit Sechskolben-Bremssätteln ringsum. Für ein optimales Fahrverhalten auch auf der Rennstrecke sollen ein extra sportlich abgestimmtes Sportfahrwerk und spezielles Stabis sorgen. Für 25.000 Dollar Aufpreis (17.500 Euro) kann des weiteren ein „Racing Package“ geordert werden.

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Sie meinen, 25.000 Dollar sind viel Geld für ein Sportpaket? Nun ja, für den Devon GTX werden bereits im Serientrimm schlanke 500.000 Dollar aufgerufen (rund 350.000 Euro) und die nur 36 geplanten Exemplare pro Jahr dürfte auch den Werterhalt garantieren. Bei den 25.000 Dollar fürs sportliche Zubehör geht es also vielmehr um die Frage, ob man sein Baby überhaupt den Gefahren einer Rennstrecke aussetzen möchte. Das Potenzial des mindestens 330 km/h schnellen, und mit knapp 3,5 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigenden Devon GTX belegt die Demütigung von Porsche Turbo und Nissan GT-R auf der Rennstrecke in Laguna Seca jedenfalls eindrucksvoll.

Die ersten Exemplare des wunderschönen Devon GTX werden im ersten Quartal 2010 an die Kunden ausgeliefert. Hoffentlich finden auch einige Wagen ihren Weg in den Motorsport und in die alte Welt auf europäische Straßen. Ein Devon GTX mit seinem bestimmt böse fauchenden V10 bei einem Langstrecken-Rennen in der Eifel dürfte sicherlich einige zusätzliche Besucher anlocken.

Wenn auch Sie als PS-Bändiger auftreten wollen, dann empfehlen wir Ihnen eine Toyota Supra, die relativ leicht zu einem über 600 PS starken Monster aufgepäppelt werden kann. Mit viel Liebe und etwas mehr Kostenaufwand kann auch solch ein 900-PS-Vieh dabei heraus kommen.

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