Kenner und Liebhaber von originalen Elfern aus den 70ern und 80ern dürfen jetzt gerne wegschauen: Jungs, dieses Gerät ist nichts für Euch! Zwei Turbolader pfeifen in diesem 86er 911 turbo auf Originalität und Zurückhaltung. Stattdessen gibt es die volle Dröhnung Ladedruck und eine Optik, die eines klar macht: Hier ist Leistung im Spiel.

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Der US-Tuner D-Zug – sein Name leitet sich nach eigenen Angaben vom damaligen Entwicklungszentrum der Porsche Motorsportabteilung ab – nimmt sich einen originalen 911 (930) turbo vor, kloppt Flügelwerk von Porsches Rennlegenden an die Karosserie sowie einen zusätzlichen Turbolader obendrauf und nennt sein Werk „Mjølner“. Eine Reminiszenz an den Hammer von Thor. Alles klar?

Im halboffenen Heck wüten somit satte 615 PS und 735 Newtonmeter Drehmoment. In Anbetracht des geringen Gewichts von etwa 1.250 Kilogramm dürfte der nach den Umbaumaßnahmen 3,5-Liter große Boxer ein leichtes Spiel haben – offizielle Fahrwerte liegen jedoch noch nicht vor.

Doch alleine die Optik, die an die Extremumbauten von rwb Thailand erinnert, ist dermaßen respekteinflößend, dass sich jeglicher Vergleich sofort verbietet: der über allem thronende Heckflügel stammt wie der hintere „Stoßfänger“ vom Porsche 935. An der Front werden Teile des 74er RSR turbos verbaut, die breiten Backen stammen hingegen vom 3.0 RSR. Unter ihnen drehen sich Motorsport-Felgen in den Dimensionen 10,5×18 (vorne) und 14×19 (hinten).

Porsche 911 RSR D-Zug 2015 (10)

Passend zur extrovertierten Optik veredelte D-Zug auch den Innenraum des Projekts, das gut und gerne eine Viertelmillion Euro verschlungen hat: Leder und Alcantara auf Carbon-Schalensitzen und ein Sportlenkrad mit der Signatur von Jacky Ickx runden den Über-turbo nach innen ab. Wer von ihm noch nicht genug hat, kann ihn sogar käuflich erwerben. Mjølner hat 45.000 Kilometer auf dem Tacho und soll unter 100.000 Euro kosten. Dafür gibt’s keinen originalen 930 turbo mehr.