Wenn ein Kleinstwagen und ein Achtzylinder zusammentreffen, deutet alles auf ein ziemlich unfaires Ampelduell hin. Nicht so in diesem Fall. Denn wir zeigen Ihnen den neuesten Geniestreich der Tunigschmiede Lazareth. Das Ergebnis gehört nicht nur in puncto Optik in die Kategorie „Brachial“.

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Ob mit zwei, drei oder vier Rädern – zurückhaltend waren die Modelle noch nie, mit denen sich Tuner Lazareth einen Namen gemacht hat. Mit ihrer neuesten Schöpfung namens Twingo V8 Trophy erwecken die Franzosen nun allerdings endgültig den Eindruck, sie seien dem Wahnsinn anheim gefallen. Als Basis ihres Brutalo-Kleinwagens diente ein serienmäßiger Twingo der ersten Generation.

Ein Modell also, dass bis auf das serienmäßige digitale Anzeigeninstrument nur wenig Hightech und noch weniger Fahrspaß zu bieten hatte.
Wie zur Strafe wurde die langweile Knutschkugel komplett gestripped und von neuem wieder auf- und umgebaut. Dabei mussten vor allem der serienmäßige Motor, das Fahrwerk und die Rückbank draußen bleiben. Und das war auch gut so, denn andernfalls hätte der 3,5-Liter Range-Rover-Achtzylinder überhaupt nicht in den Wagen gepasst. Doch selbst mit dem so gewonnenen Platz war noch einiges an Karosseriearbeiten nötig – und trotzdem scheint auch danach nicht alles reingepasst zu haben. Denn während die Räder früher innerhalb des Radkastens platziert waren, wurden sie nach dem Umbau kurzerhand draußen aufgesetzt. Das sah im Entwicklungsstadium zwar noch einigermaßen ulkig aus, wirkt jetzt jedoch dank eines aus Frontschürze, Seitenleisten im Baumstammformat und Heckschürze mit Diffusor bestehenden Bodykits mehr als beeindruckend.

Für Vortrieb sorgt ein 180 PS starker Achtzylinder aus dem Hause Range-Rover. Der gibt seine Leistung über eine Fünfgang-Handschaltung an die Hinterräder weiter, die die Achtzylinder-Power ihrerseits über 320er-Slicks von Yokohama auf den Asphalt bringen. An der Vorderachse kommen hingegen „nur“ 230er-Gummis zum Einsatz.
Zu den Fahrdaten machen die Franzosen bisher zwar noch keine Angaben. Eins ist jedoch schon jetzt gewiss: Wer selbst einmal in den MOMO-Schalensitzen Platz nehmen, auf das neu gestaltete Digitalinstrument blicken und den kleinen Elefanten-Turnschuh durch beherztes Drehen am Lenkrad in den Drift zwingen möchte, sollte wenigstens 70.000 Euro auf der hohen Kante haben – oder wenigstens eine kulante Hausbank mit viel Verständnis für PS-Verrückte vorweisen können.

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