Mehr Leistung fürs Geld dürfte es momentan, zukünftig und auch früher schon nicht gegeben haben. Die US-Abteilung von Fiat Chrysler Automobiles hat heute sämtliche Details zum neuen Dodge Challenger SRT Demon vorgestellt. Und der bricht nun wirklich sämtliche Rekorde, die bislang von einem Serienauto überhaupt erreichbar waren. Inklusive die des nicht gerade schwächlichen Challenger Hellcat (717 PS), den er wohl schon mit halb geöffneter Drosselklappe aufschnupfen dürfte. Nein, der Challenger SRT Demon ist mehr, als man jemals von einem Serienfahrzeug gesehen hat. Und mehr, als man womöglich jemals wieder sehen wird.

So scheint es, als ob sich der Verbrennungsmotor unter dem Blech der Retro-Karosserie namens Challenger noch einmal vor seinem Ableben kräftigst aufbäumt. Nicht 770 wie ursprünglich angenommen, sondern alles zermalmende 840 PS leistet der 6,2-Liter-Achtzylinder, der mittels Kompressor samt vergrößertem Volumen zwangsbeatmet wird. 1.040 Newtonmeter maximales Drehmoment werden auf die Hinterachse losgelassen. Das dürfte auch einer der Gründe sein, weshalb dort die nahezu fettesten Reifen (315/40 R18) aufgezogen wurden, die die Reifenindustrie für Pkw bereithält. Sie sind – in den USA – straßenzugelassen.

Keine Zulassung hingegen erhielt der Demon für sein bevorzugtes Revier: den Dragstrip. Hierfür verhängte die nationale Hot Rod Vereinigung (NHRA) ein Verbot. Der Grund: der Demon ist mit einer Zeit von 9,65 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 225 Km/h schlicht und einfach zu schnell. Ein Rekord, auf den man bei FCA offensichtlich stolz ist. Ebenso wie auf den Rekord für das erste Serienauto, das nach einem Rennstart die Schnauze gen Himmel hebt. Um gut 90 Zentimeter. Ferner strotzt die Pressemitteilung vor weiteren Rekorden. So geht der Demon in 2,3 Sekunden auf 60 Meilen (96 Km/h) und ist damit das schnellste Serienauto in dieser Disziplin. Dabei trifft das 1,8-fache des eigenen Körpergewichts auf die respektive den Insassen. Warum hierfür der Plural nicht verwendet werden kann? Weil der Beifahrersitz wegfällt – serienmäßig natürlich. Dafür kann man den Demon sowohl mit mehr als 100 als auch mit lediglich 91 Oktan fahren. Ein Muscle Car wie es im Buche steht.

Wer es haben möchte, sollte sich nun schonmal mit einer Reise in die USA beschäftigen, denn nur dort (und in Kanada) wird der Dodge Challenger SRT Demon verkauft werden. Und das auch nicht überall: nicht jeder Händler wird einen oder mehrere Demon-Modelle bekommen. Stattdessen werden die Autos nach einem bestimmten Schlüssel unter den Händlern verteilt, der unter anderem voraussetzt, dass eine Dodge-Vertretung mindestens einen SRT Hellcat innerhalb der letzten 12 Monate verkauft hat. Interessant dabei: wer einen besseren Preis macht, kann mit einer früheren Berücksichtigung rechnen. Die Preisempfehlung vom Werk beträgt 84.995 US-Dollar (ca. 76.000 Euro). Doch unbegrenzt gibt es das Schnäppchen nicht: nach maximal 3.300 Exemplaren ist Schluss. Erste Auslieferungen sollen im Herbst erfolgen.

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