Nach über eineinhalb Jahren Entwicklungsarbeit unter strengster Geheimhaltung stellt Jim Glickenhaus, der in den vergangenen Jahren mit seinen Ferrari-Projekten P4/5 für Furore sorgte, einen neuen Supersportler auf dem Autosalon in Genf (5. bis 15. März) vor. Sein Name wird abgeleitet von der dritten Kreation des Rennteams Scuderia Cameron Glickenhaus (SCG) und es soll sowohl eine Rennversion (SCG003 Competizione) als auch eine straßentaugliche Variante (SCG003 Stradale) geben. Entwickelt wurde der Wagen unter der Leitung von Paolo Garella in Turin.

Dass mehr Leistung nicht unbedingt mehr Erfolg bedeutet, hat auch Glickenhaus erkannt und bei seiner neuesten Kreation gleich umgesetzt. Vertraute der P4/5 noch auf den über 600 PS starken Ferrari Enzo-Motor als Basis und der Competizione auf einen vier Liter großen Achtzylinder mit 563 PS, steckt nun ein 3,5-Liter-V6 aus dem Hause Honda unter der Haube. Dieser liefert in der Straßenversion 530 PS und 700 Newtonmeter Drehmoment. Die Competizione-Variante SCG003C vertraut auf denselben Grundmotor, der allerdings von Autotecnica Motori aus Italien gründlich überarbeitet wurde. Seine Leistung ist noch nicht bekannt.

SCG003

Damit der Einsatz in der SPX-Klasse beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ein voller Erfolg wird, macht der SCG003 kaum Kompromisse: Optimale Gewichtsverteilung (49:51), geringes Gewicht (1.350 Kilogramm) dank Kohlefaser-Chassis und ein voll einstellbares Fahrwerk sind an Bord, was man allerdings für den – Gerüchten zufolge – saftigen Preis von 2,3 Millionen Euro für die Stradale-Variante durchaus erwarten darf. Auf dem Autosalon in Genf wird sowohl eines der beiden bisher fertig gestellten Rennautos als auch die Straßenversion zu sehen sein.

Galerie: SCG003 Competizione

 

Galerie: SCG003 Stradale