Ferrari California T: Jetzt nochmal mit Turbo

Ferrari hat es getan. Nach vielen vielen Jahren der Abstinenz kommt nun wieder ein Turbomotor zum Einsatz – und zwar im neuen California T. Seine Premiere feiert das neue Modell auf dem Auto Salon Genf 2014 (6. bis 26. März).
Dass Ferrari mit Turbos umgehen kann, zeigten bereits der 288 GTO, vor allem aber der F40.  In dieser Tradition gibt es also, zu Klotzen, nicht zu Kleckern. Und so kommt denn ein 3,8-Liter-V8 mit Direkteinspritzung und zwei Twinscroll-Turbos zum Einsatz. 560 PS sind das Ergebnis. Viel besser aber: 755 Nm Drehmoment. Das sind mal eben 50 Prozenzt mehr als beim Vorgänger. Ferrari wäre aber nicht Ferrari, wenn man das Triebwerk einfach so aufblasen würde.

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Ferrari-California_T-(3)

Fahrbar muss es sein, wunderbar fahrbar. Und so wird der Ladedruck im „T“ drehzahlabhängig gesteuert. So konnten die Italiener eine Drehmomentkurve modellieren, die frei von jedem Holzhammer-Plateau ist, stattdessen auch zu einem mächtig großen Saugmotor gehören könnte. Dank dieses „Variable Boost Managements“ und den angesprochenen Twinscroll-Ladern verspricht Ferrari ein ultra-direktes Ansprechverhalten des V8s und eine perfekte Dosierbarkeit der Leistung. Ach ja, in 3,6 Sekunden auf Tempo 100 geht’s auch. Und erst bei 316 km/h geht dem Roadster-Coupé die Puste aus.

Weitergereicht wird die Kraft über ein Doppelkupplungsgetriebe hin zur Hinterachse mit der neuesten Generation der „F1 Trac Traktionskontrolle“. Darüber hinaus sorgen auch eine neue Geometrie der Fahrwerksaufhängung, geänderte Federraten und eine doppelt so schnell arbeitende MagnaRide-Stoßdämpfer-Ausbaustufe für Ferrari-typisches Handling. Gebremst wird mit CCM3 genannten Keramikbremsscheiben.

Außen gab es ein dezentes Restyling, bei dem besonders die Flanken ins Auge fallen. Ferrari sieht hier den 250 Testa Rossa und seine Pontonkotflügel zitiert. Hinten gab es einen neuen Diffusor. Interessant: Anstelle der dritten Luftdüse sitzt nun eine multifunktionale Ladedruckanzeige im Armaturenbrett. Mittels Fingerwisch kann man sich nicht nur das aktuelle Druckniveau anzeigen lassen, sondern auch „wie man das Leistungspotenzial des Motors optimal ausschöpft“. Wir haben hierzu einfach immer Vollgas gegeben – aber wir werden uns überraschen lassen, was der California T so zu erzählen hat