Volkswagen hat mit dem ID.3 bereits einen sehr holprigen Start hingelegt mit Softwareproblemen und Produktionsschwierigkeiten. Nun sorgt dieser Umstand auch in Spanien für Veränderungen, denn anders als erwartet startet die Elektrifizierung mit dem Cupra el-Born. Seine Basis bleibt allerdings auf der MEB-Plattform und dem Seat el-Born Concept Car.

Im Vergleich zur Studie wurde der Cupra el-Born noch einmal kräftig umgestyled. Im Profil ist die mehr als enge Verwandschaft zum Elektro-VW allerdings nicht zu leugnen. Doch an der Front zeigt sich der sportliche Spanier eigenständig und auch gefälliger als der Deutsche. Besonders die dynamische Linienführung an den Lufteinlässen und die edlen Kupferakzente stechen heraus.

Auch die aufwändig modellierten Zweifarb-Felgen und die kräftigen Schweller heben den Cupra von seinem braven Bruder ab. Im Innenraum ist allerdings wieder viel Baukasten. Einzig die Sport-Integralsitze und das neue Lenkrad mit Cupra-Taste sorgen hier für einen Unterschied.

Viel spannender als die Optik ist jedoch die Technik. Und hier mauert Cupra. Überhaupt zeigt man sich schmallippig, ob unterhalb der Sportvariante noch ein el-Born von Seat kommt. Sicher ist allein, dass 2021 – auch das ein Jahr später als gedacht – der Sportler kommt.

Welche Variante des MEB-Antriebs ihren Dienst tun wird? Ebenso unbekannt. Allerdings kann man die spärlichen Daten des Cupra el-Born zwischen den Zeilen lesen. So wird eine Beschleunigungszeit für 0-50km/h von 2,9 Sekunden angegeben.

Das schafft der VW ID.3 nicht, selbst in der stärksten und leichtesten Variante mit 204 PS und der mittleren Batterie. Hier vergehen 3,5 Sekunden bis 50 km/h. Eine Hochrechnung mit Verbrennerwerten fällt allerdings auch nicht leicht.

Denn ein Golf GTI schafft den Kurzsprint in deutlich unter drei Sekunden bei 245 PS. Ob der Cupra el-Born also mit der Zweimotorkonfiguration und 306 PS kommt ist fraglich. Zumindest wären die Daten dafür eher enttäuschend. Ein Wert zwischen eben jenen 245 PS und 280 PS scheint also realistisch.

Die Reichweite wird mit 500 km aus der 77 kWh-Batterie angegeben, was ebenfalls für einen leicht erstarkten Motor spricht. Es bleibt also spannend was die Elektro-Strategie der Spanier angeht.