Jaguar C-X75: 900.000 Euro werden fällig

Jaguar erklärt dem Porsche 918 Spyder den Krieg. Mit einer Kleinserie des C-X75 wollen auch die Briten einen Hyprid-Supersportler auf die Straße bringen. Geholfen wird Ihnen dabei von Williams F1.

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Da kann sich die Konkurrenz warm anziehen: Jaguar macht mit Frank Williams gemeinsame Sache und lässt das in Paris vorgestellte Konzept C-X75 Wirklichkeit werden. 250 Einheiten sollen von dem guten Stück gebaut werden. Vornehmlich für den privaten Jaguar-Kunden; einige Exemplare sichert sich die Marke allerdings für den Renneinsatz. Bestellungen werden bereits entgegengenommen, ausgeliefert wird Ende 2013. Zwei Jahre später endet die Produktion. Technische Details gibt Jaguar im September bekannt, den Preis aber schon heute: rund 900.000 Euro. Damit wäre der Jag noch einmal rund 130.000 Euro teurer als der Konkurrent von Porsche – der 918 Spyder.

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Die Kombination der beiden Partner scheint gelungen. Williams als bekennender Jaguar-Fan in Sachen Hybrid- und vor allem Batterietechnologie führend, trifft auf eine Traditionsmarke, die es sich zum Ziel gesetzt hat, an der Technologieschraube kräftig mitzudrehen. Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, bei dem das Beste gerade gut genug ist: Ein extrem leichtes Chassis aus Kohlefaser, Keramikbremsen zum Vernichten der Energie, die der 320 km/h schnelle Sportler reichlich aufbringt: In knapp drei Sekunden katapultiert er auf Tempo 100.

Damit die Kraft möglichst verlustfrei auf den Asphalt kommt, wird der C-X75 mit Allrad ausgerüstet mit jeweils einem E-Motor an der Vorder- und Hinterachse. Wie stark die beiden Aggregate sind, verrät Jaguar derzeit noch nicht, eine Gasturbinentechnologie als Range Extender kommt überdies nicht zum Einsatz. Stattdessen überlässt man die Arbeit einem hocheffektiven turboaufgeladenen Vierzylinder aus der Formel 1. Anders als vermutet, bedeutet Power auch in diesem Fall nicht unbedingt gigantischen Verbrauch. So will Jaguar mit dem C-X75-Plug-in-Hybrid durchaus „grün“ unterwegs sein. Ein Verbrauch von 3,8 Litern und 98 Gramm CO2 pro Kilometer sollten selbst größte Skeptiker verstummen lassen.

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Williams Kompetenz in Sachen Hybrid- und Batterietechnik, er ist der Einzige in der Formel 1 mit eigenem Kers-Hybridsystem, wird künftig auch Jaguar, Land Rover und Tata zugutekommen, für die er die Technologie weiterentwickelt. Seine Formel-1-Autos werden dank Turbomotor und Hybridsystem in der Lage sein, noch in dieser Saison die Boxengasse elektrisch zu befahren. Die Kooperation von Jaguar und Williams ist mehr als nur die Entscheidung für den Bau eines neuen Modells. Sie sorgt bei der englischen Autoindustrie für den nötigen Drive und eine Riesenportion Motivation. So sei „die Automobiltechnologie keine Technologie von gestern, sondern wir arbeiten intensiv an der Technologie von morgen“, kommentiert Jaguar CEO Ralf Speth die Situation. Und Jaguar sucht 1.000 neue Ingenieure…