Im Subaru BRZ beim ADAC-Drifttraining am Hockenheimring

2013 bietet der ADAC auf dem Fahrsicherheitszentrum Hockenheimring erstmals das „Subaru Drift & Action-Training“ an und stellt seinen Teilnehmern für 349 Euro einen Subaru BRZ als Trainingsfahrzeug zur Verfügung. Wir haben den achtstündigen Querbeschleunigungstripp mal ausprobiert.

Driften! Gekonnt vorgetragen wirkt ein loses Heck spielerisch cool. Und schenkt man Blockbustern, wie „The Fast and the Furious“ Glauben, dann braucht es für die Kunst des Quertreibens eigentlich nur eins: Möglichst viel Qualm an der Hinterachse. Die Realität sieht jedoch anders aus. Denn auch hier macht nur Übung den Meister – 500 PS an der Hinterhand sind eben nur die halbe Miete. Aber wer zeigt einem, wie man sich richtig anstellt, um ein Auto richtig anzustellen? Das ADAC Fahrsicherheitszentrum Hockenheimring kennt die Antwort und die lautet: „Subaru Drift & Action-Training“.

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20130704.BRZ-Blogger.2332Auch wenn ADAC und Fahrsicherheitszentrum nicht gerade nach Ken Block und Tanner Foust klingen –  wer für mindestes 349 Euro das ganztägige Drift-Training im Schatten des badischen Motodroms bucht, hat sein Geld hervorragend investiert. Beim Instrukteur-Team sind wahre Petrolheads am Werke, die einem nicht nur haargenau erklären, wie man ein Auto quer um die Ecken treibt, sondern dies auch leidenschaftlich im Infield des Hockenheimrings demonstrieren. Doch die Instruktoren des ADAC Fahrsicherheitszentrum zeigen einem auch, dass zum gekonnten Drift viel Geduld gehört. Diese Aussage soll nicht abschrecken, aber verdeutlichen: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Auch Gran Tourismo 5, Need for Speed und alle anderen Rennspiele helfen im Vorfeld nur bedingt, denn wer das erste Mal den Schritt von der virtuellen Theorie in die reale Praxis macht, wird schnell erkennen: Die unerbittliche Physik des Planeten Erde kennt keinen Arcade-Modus samt Neustart.

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20130704.BRZ-Blogger.0819Doch die Instruktoren wissen genau, wie man Teilnehmer über acht Stunden mit dem richtigen Mix aus Spaß und Disziplin bei Laune hält. Zusätzlich haben die Drift-Trainer noch einen ausgezeichneten Verbündeten als Trainingsfahrzeug für alle Teilnehmer an ihrer Seite, den Subaru BRZ. Der japanische Sportwagen unterstützt mit seinem heckbetontem Fahrverhalten gekonnt die ersten Versuche der Driftnovizen. Kein Turbo macht den BRZ zum unberechenbaren Monster, kein Übergewicht lässt den kleinen Sportler über Gebühr aus der Kreisbahn kegeln.

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Eigentlich muss man hinterm Steuer des knackigen Hecktrieblers nur genau dem Mann am Funkgerät zuzuhören und Gesagtes 1:1 umzusetzen. Denn auch wenn es schwer fällt, den rechten Fuß im 200 PS-Sportler nicht durchzudrücken, erkennt man schnell: Hohes Tempo und viel Gas sind gerade beim Driften nicht immer der Weisheit letzter Schluss. In der Ruhe liegt also die Kraft und wer dies bis zum Ende des Tages beherzigt, wird vielleicht auch sein ganz persönliches Erfolgserlebnis bei der abschließenden Königsdisziplin genießen können: Einen 360°-Drift ohne abzusetzen.

Doch selbst wenn einem diese hohe Kunst vielleicht beim ersten Auftritt als Drifter verwehrt bleibt, der gebotene Spaß bei dem 2013 erstmals angebotenen „Subaru Drift & Action-Training“ ist jeden Cent Wert und bekommt daher von uns das Prädikat „besonders empfehlenswert“.

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