Nicht nur einmal haben wir in der Vergangenheit Gespräche mitbekommen, in denen reiche Zeitgenossen zum Besten gaben, sie führen „doch nicht Bus“. Gemeint ist natürlich kein öffentliches Verkehrsmittel, sondern ein VW Bus. So etwas liegt anscheinend unterhalb des Niveaus dieser Leute. Stattdessen fuhren Sie etwas Mercedes GL oder Audi Q7. Eine Alternative war natürlich schon immer der Gang zu Tuner Brabus, der aus der Bus-Alternative von Mercedes echte Luxus-Karossen baute – denn viel mehr Ausstrahlung als ein VW Bus hat das Derivat aus Stuttgart auch nicht. Das hat sich bei der neuen Generation zwar deutlich gewandelt, doch auch dieses Modell werden anspruchsvolle (und reiche) Zeitgenossen wohl wieder zu Brabus bringen.

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Optisch unterscheidet sich der große Van durch Aufsätze an den seitlichen Lufteinlässen (mit neuen LED-Leuchten), einen Frontspoiler für den Serienstoßfänger, eine dreiteilige Verkleidung für die Heckschürze, die die vier Endrohre der neuen Abgasanlage zur Geltung bringt, sowie 18 oder 19 Zoll große Alus aus dem Hause Brabus.

Leistungsmäßig hilft der Tuner zunächst einmal dem V 250 BlueTec auf die Sprünge, dessen Vierzylinder-Turbodiesel normalerweise 190 PS leistet. Das Plu-and-Play-Modul von Brabus soll den Output auf 235 PS anheben. Das Drehmoment steigt um 70 Nm. Damit geht’s dannin 8,8 Sekunden auf Tempo 100 und weiter bis 210 km/h Topspeed.

Das Highlight der neuen V-Klasse von Brabus ist aber natürlich der Innenraum. In der hauseigenen Sattlerei werden den Kunden nahezu alle Wünsche erfüllt. Dazu werden zum Beispiel Alcantara und besonders weiches und atmungsaktives Mastik-Leder in jedem erdenklichen Farbton mit edlen Edelholz- oder sportlichen Echt-Carbon-Elementen kombiniert. Außerdem präsentiert der Tuner eine erste Ausbaustufe seines Business/Entertainment-Systems. Sie besteht aus zwei 15,6 Zoll großen LCD- Bildschirmen, die in den Dachhimmel integriert werden und das Bild von Apple-TV, Blu-Ray-Player oder DVBT-Receiver in den Innenraum übertragen. Eine gute Soundübertragung, ohne die anderen Passagiere zu stören, bieten die Sennheiser Funkkopfhörer.  Internet via WLAN-Router und 4G-Verbindung ist im ganzen Innenraum verfügbar und kann mit Smartphone oder Tablet-Computer verbunden werden. In den C-Säulen links und rechts im Fond wird je ein Touchpad integriert. Damit können dann die elektrisch bedienbaren Gardinen per Knopfdruck geöffnet oder geschlossen werden, die Schiebetür betätigt oder auch die Monitore, die Leselampen oder die Sitzheizung gesteuert werden.