Ein Transformer aus dem gleichnamigen Actionfilm und der Stern auf der Haube sind jetzt nicht unbedingt Objekte, die man in einem Atemzug miteinander assoziiert. Und dennoch zeigen die Stuttgarter anlässlich der diesjährigen IAA (17. bis 27. September) ein wirklich spektakuläres Konzeptfahrzeug mit Features, die Science-Fiction sehr nah kommen und die sich so mancher Tuningfreund auf seine Wunschliste setzen würde.

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Zunächst aber sehen wir „nur“ ein gut fünf Meter langes Auto mit langer Motorhaube, double bubble Dach, kleinen Fensterflächen der Marke Schießscharten und ein Fließheck mit harter, eingezogener Abrisskante. Die Optik von Front- und Heckleuchten kann getrost mit „spektakulär“ umschrieben werden, ob es gefällt, ist Geschmacksache. Viel spektakulärer als die Optik ist aber, was dieses Auto während der Fahrt kann.

Sobald 80 Stundenkilometer erreicht sind (oder nach dem Willen des Fahrers auch auf Knopfdruck), fahren insgesamt acht Karosseriesegmente im Heck aus und verlängern das Concept IAA um ganze 39 Zentimeter nach hinten. Außerdem werden Flaps im vorderen Stoßfänger elektronisch um insgesamt viereinhalb Zentimeter verlängert, um den Luftstrom unter der Karosserie zu verbessern. Vollkommen abgefahren wird es, wenn die Felgen ihre Schüsselung von insgesamt fünfeinhalb Zentimeter auf null verändern. Alles im Sinne der Aerodynamik: Einen cW-Wert von 0,19 hat bisher noch kein anderes Auto geschafft.

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Angetrieben wird der Spaceshuttle auf vier (aktiven) Rädern von einem Plug-In-Hybrid mit einer Systemleistung von 279 PS, die den gut zwei Meter breiten Brocken auf abgeregelte 250 Km/h bringt. Rein elektrisches Fahren ist im Aerodynamik-Modus bis zu 66 Kilometer weit möglich, im „normalen“ Kleid sind es vier Kilometer weniger. Viel Aufwand für – seien wir ehrlich – recht wenig effektiven Nutzen für den Alltag. Weshalb ein Transformer dieser Art bei der Marke aus Stuttgart so schnell auch nicht in Serie gehen wird.

Viel eher werden wir das Interieur des Concept IAA in nicht allzu ferner Zukunft bereits in einem Serienfahrzeug sehen. Mit seinen zwei großen 12,3 Zoll Displays auf dem Armaturenträger zitiert es die aktuelle S-Klasse, das neue Dreispeichen-Lenkrad erhält neue Bedienfelder. In der Mittelkonsole befindet sich demnächst ein Touchscreen zur Steuerung von Klimaanlage und weiteren Funktionen. Es wird wohl in der neuen E-Klasse Einzug halten, die nächstes Jahr Premiere feiert. Die angeberischen, mit Swarovski-Kristallen besetzten und LED-beleuchteten Luftausströmer aber sicher nicht.

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