„Der Ferrari“! Dieser Name sagt schon alles

Schon heute Morgen hatten sich die Daten des neuen Über-Ferrari mit Namen LaFerrari ins Netz geschlichen, nun stellten die Italiener ihre neue Speerspitze und Antwort auf McLarens P1 offiziell vor.

Und der LaFerrari muss sich nicht verstecken, hat es faustdick hinter den Ohren. Nicht nur, dass sein Hybrid-System  eine Gesamtleistung von 963 PS und über 900 Newtonmeter Drehmoment bereitstellt, auch seine „aktive Aerodynamik“ lässt Fans mit den Ohren schlackern. Unter diesem Begriff versteht Ferrari eine variable Einstellung aller Abtrieb erzeugenden Bauteile. Spoiler, Diffusor und Splitter werden von einem Kontrollsystem gesteuert, das je nach Fahrsituation den benötigen Abtrieb berechnet und erzeugt. Diese Hightech-Waffe – und natürlich seine Power – ermöglichen dem LaFerrari eine Rundenzeit auf der hauseigenen Rennstrecke in Fiorano von unter 1:20 min. Damit deklassiert er den Ferrari Enzo Ferrari um glatte fünf Sekunden und fährt dem F12 Berlinetta um drei Sekunden davon.

Bei diesem bedient sich der LaFerrari übrigens in Sachen Verbrennungsmotor. Allerdings bringt es der 6,3-Liter-V12 im neuen Super-Ferrari nicht „nur“ auf 740 PS sondern auf eine Ausgangsleistung von 800 PS bei 9000 U/min und 700 Newtonmeter bei 6750 U/min. Die Maximaldrehzahl gibt Ferrari mit atemberaubenden 9250 U/min an. Unterstützt wird der V12 von einem Elektromotor, der direkt an das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt ist. Er hilft den V12 beim Beschleunigen mit 163 PS und 270 Newtonmeter. Rein elektrisch fahren kann der LaFerrari allerdings nicht. Da hilft ihm auch der zweite Elektromotor nicht, denn der ist nur für den Antrieb der Nebenaggregate verantwortlich. In der Summe soll das „Hy-Kers“ genannte System für eine Sprintzeit von unter drei Sekunden auf Tempo 100 und weniger als sieben Sekunden bis Tempo 200 gut sein. Bis 300 km/h sollen gar nur 15 Sekunden vergehen. Damit lässt der LaFerrari den 916 PS starken Hybrid-McLaren P1 um muntere zwei Sekunden stehen. Gleiches gilt auch für den Topspeed, denn hier wird der Ferrari mit über 350 km/h angegeben.

Um immer ausreichend Saft für die Elektromotoren zu haben, wird das 60 Kilogramm schwere Akku-Pack durch Rekuperation während der Fahrt geladen. Wird der Wagen stark abgebremst oder erzeugt der V12 mehr Leistung als abgerufen wird (etwa in Kurven), wird die überschüssige Energie in den am Fahrzeugboden hinter den Insassen positionierten Akkus gespeichert. Das erlaubt einen laut Ferrari idealen Wert der Gewichtsverteilung von 41 zu 59 Prozent zu Gunsten der Hinterachse. Alles in Allem bringt es der LaFerrari auf ein Kampfgewicht von angeblich 1365 Kilogramm und ist damit genauso schwer wie sein Vorgänger – der Ferrari Enzo Ferrari. Mit diesem teilt sich der LaFerrari übrigens auch die Abmessungen: Er misst 4,70 Meter in der Länge, ist 1,99 Meter breit und 1,116 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,65 Meter.

Innerhalb dieser 2,65 Meter befindet sich die komplette Antriebseinheit (inkl. Getriebe, Elektromotoren, V12 etc.) ebenso wie die Insassen. Der Fahrer sitzt außerdem sehr tief und in einem maßgeschneiderten, festmontierten Sitz. Einmal Platzgenommen, können Pedalerie und Lenkrad optimal eingestellt werden (siehe Video unten).

Was bleibt ist die Frage nach dem Preis für den auf 499 Exemplare limitierten Supersportler, für den angeblich schon mehr als 700 ernste Anfragen vorliegen. Rund eine Million Euro zuzüglich der landesspezifischen Steuern wird Ferrari für den LaFerrari aufrunden. Auf dem deutschen Markt läge sein Preis also bei etwa 1.190.000 Euro.

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