Ja, er ist tatsächlich „wieder“ da, der Ford Explorer. Die Älteren unter unserer Leserschaft werden sich vielleicht noch an ihn erinnern, sind doch die meisten Exemplare des damals „meistverkauften“ Geländewagens der Welt längst aus unserem Straßenbild verschwunden. Mitte der Neunziger wagte Ford bereits den Versuch, den Explorer in dem europäischen Markt zu etablieren. Doch 18 Jahre lang gab es nun keinen mehr offiziell beim Ford-Händler zu kaufen. Nun, wahrscheinlich auch nach dem durchschlagenden Erfolg des Mustang, kommt der große Explorer als „SUV“ auch nach Europa. Und hängt nicht der alten Zeit hinterher, sondern kommt dem grünen Gewissen folgend sofort mit Plug-In-Hybrid-Antrieb.

Das ist normalerweise keine echte evocars-News wert, doch 450 PS und 850 Newtonmeter Systemleistung haben uns erstmal aufhorchen lassen. Derlei Zahlen stechen selbst heute, in der Übermacht der Vierliter-V8-Biturbos, noch heraus. Auf der Verbrennerseite setzen die Damen und Herren Entwickler auf einen aufgeladenen V6-Benziner mit drei Litern Hubraum. Erste Hoffnungen also, es könnte der aus dem Ford GT-entliehene 3,5-Liter V6-Biturbo zum Einsatz kommen, wurden schonmal im Keim erstickt. Macht nichts, 257 kW und 350 PS sind schließlich auch nicht von schlechten Eltern, wenngleich bei einem Auto wie dem Explorer schon aufgrund seiner schieren Masse nicht ganz vom Hocker reißend. Weshalb zusätzlich ein 74 kW (100 PS) starker Elektromotor zum Einsatz kommt. Bei Bedarf und unter optimalen Bedingungen fährt der Ford Explorer auch nur mit diesem – und das bis zu 40 Kilometer weit. Auflademöglichkeit dank Rekuperation oder mittels Ladekabel an der Steckdose inklusive.

Wer weitere Strecken zurücklegt, darf auf die mehr als reisetaugliche Kombination aus Kraft, einer Zehngangautomatik und Allradantrieb vertrauen. Letzterer fungiert auf Abruf und ist ansonsten stets heckbetont ausgelegt. Bei optimalen Traktionsverhältnissen wird der Ford Explorer nur über die Hinterachse angetrieben. In den Genuss kommen, den 5,05 Metern Außenlänge und drei Sitzreihen sei Dank, bis zu sieben Passagiere. Sie werden während der Fahrt serienmäßig vom mindestens 800 Watt starken Bang&Olufsen-Soundsystem (in der Platinum-Variante sind es 1.000 Watt) beschallt, amerikanisch-typisch sind WLAN-Hotspot, Sitzheizung und -lüftung, Sonnenschutzrollos und wohlgemerkt zwölf Becherhalter ebenfalls im Standard-Ausstattungsumfang enthalten. 2,28 Meter Außenbreite (mit Spiegeln) allerdings auch. Der Preis und der Termin zum Marktstart werden später bekannt gegeben.

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