Der neue Ford Bronco hat eine ganz besondere Geschichte. Denn der Kult-Offroader, der nach 31 Jahren Produktionszeit 1996 ersatzlos verschwand, verdankt sein Comeback nur seinen Fans. Denn die forderten seit Jahren verstärkt nach einer Wiederkehr ihres Lieblings. Nun hat Ford die Bitten erhört.

Und mit dem Erscheinen der fünften Generation des Ford Bronco stellen die Amerikaner alle Fans zufrieden. Denn der kantige Offroader liefert in den wichtigsten Disziplinen mehr als gut ab.

Am Wichtigsten ist natürlich der Preis: mit $28‘500 ist der neue Bronco sehr erschwinglich. Dann kommt seine Robustheit: eine modulare Karosser auf einem Leiterrahmen. Er ist also kein modisches SUV, sondern ein vollwertiger Offroader. Weiteres Plus: sein Design, zitiert er doch das legendäre Modell von 1966 und übersetzt es gekonnt ins Moderne.

Überhaupt, die Moderne: mit EcoBoost-Vierzylinder und Sechszylinder-Motoren bleibt der Bronco auch antriebsseitig im Rahmen. 273PS und 314PS sollten dennoch für jeden Einsatz ausreichen. Ein 12-Zoll-Sync4-Infotainment sorgt für Unterhaltung, wenn der Bronco-Fahrer mal auf einer Überführungsetappe auf den Highway muss. Auch Fahrerasssistenzsysteme hat der Ford Bronco jede Menge an Bord, viele natürlich mit besonderem Blick auf das Geländefahren.

So ist etwa die 360-Grad-Kamera mit einem Trail-Turn-Assist verbunden. Dazu kommt mit dem Trail Control ein Offroad-Tempomat. Klassisch: der Allradantrieb mit schaltbarer Reduktion. Es gibt in der kleinen Version sogar ein manuelles Siebengang-Getriebe, wovon ein Gang allerdings als Kriechgang fungiert.

Am Spannendsten für Bronco-Fahrer sind aber die Individualisierungen. So kommen zum Start nicht nur sieben Ausstattungslinien, sondern auch drei Optionspakete. Alle können zusätzlich das Sasquatch-Paket buchen, das 35-Zoll-Reifen und Differenzialsperren beinhaltet. Obendrein kommen 200 von Ford lizensierte Zubehörteile, von der Action-Cam-Halterung bis zum Fussbodenablauf.

Ob der Ford Bronco allerdings auch in Europa seine Fans beglückt bleibt zweifelhaft. Ford scheint keine grossen Ambitionen für den Export zu haben. Hier wird man auf freie Importeure zurückgreifen müssen. Dabei wäre er ein idealer Genger für Mercedes G und Land Rover Defender.