Auch wenn der neue, allradgetriebene, 350 PS starke Ford Focus RS III mit dem 2,3-Liter-Vierzylinder-Turbo unter der Haube noch gar nicht auf dem Markt ist, soll der Hersteller bereits über eine nachgeschärfte, limitierte Variante ähnlich dem seligen RS500 nachdenken – diesen aber deutlich toppen.

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Allerdings nicht in Sachen Leistungsausbeute. Legte der alte RS500 immerhin 45 PS zum Serienmodell zu (350 zu 305 PS), soll der neue RS500 (vielleicht heißt er ja wieder so) keine oder kaum zusätzliche Pferdchen eingehaucht bekommen, da der Vierzylinder-Turbo angeblich ziemlich ausgereizt ist.

„100 Kg leichter als das Serienmodell“

Die britische Autocar will aber erfahren haben, dass der frühestens 2017 auf den Markt kommende RS500 stramme 100 Kg an Gewicht einsparen soll. Einige Karosserieteile sollen aus Kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff, einige Scheiben aus Macrolon bestehen und beim Fahrwerk diverse Teile aus Aluminium zum Einsatz kommen. Außerdem will die Autocar erfahren haben, dass der Innenraum um einige Komfort-Einbauten erleichtert wurde. Somit dürfte die Rückbank ebenso rausgeflogen sein, wie einige Teppiche und Dämmmatten.

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Und es wird noch besser. Angeblich soll der neue Ford Focus RS500 (die 500 bezieht sich auf die Stückzahl) mit einem elektronischen Sperrdifferenzial für die Vorderachse an den Start gehen. Ob wir allerdings das wohl ebenfalls geplante Doppelkupplungsgetriebe anstelle der bisherigen, manuellen Sechsgang-Schaltung gutheißen wollen, wissen wir noch nicht.

„Doppelkupplung statt handgerissen“

Eins dürfte das neue Getriebe (in Kombination mit dem geringeren Gewicht) aber wohl bringen: eine deutlich verbesserte Sprintzeit. Derzeit geht’s im Ford Focus RS in 4,7 Sekunden auf Tempo 100, das Sondermodell dürfte das bestimmt in 4,5 Sekunden oder weniger hinbekommen. Zum Vergleich: Der 381 PS starke Mercedes-AMG A 45 schafft das in 4,2 Sekunden.

Ebenso wie über eine Sprintzeit des neuen Hot-Hatch kann man natürlich auch über den Preis nur spekulieren. Beim Focus RS II jedenfalls trennten das Serien- und das RS500-Sondermodell stramme 16.000 Euro – und das hatte nur ein paar PS mehr. Es ist also anzunehmen, dass der neue RS500 in Regionen von rund 55.000 Euro vorstoßen und damit sogar die rund 51.000 Euro des Mercedes-AMG A 45 toppen wird.

Galerie: Ford Focus RS III