Koenigsegg-Crash: Unfallursache geklärt

Nach dem heftigen Unfall eines gut drei Millionen Euro teuren Koenigsegg One:1-Testfahrzeugs hat der schwedische Kleinserienhersteller die Ursache für den Abflug bekanntgegeben. Am vergangenen Montag war der Supersportwagen mit einem Leistungsgewicht von rund einem Kilo pro PS hinter der Fuchsröhre von der Strecke abgekommen und schwer beschädigt worden. Der Fahrer wurde bei dem Unfall nicht verletzt.

Grund für den Kontrollverlust im One:1 war nach Angaben von Koenigsegg ein Fehler im ABS-System des Fahrzeugs. Offenbar lag eine Fehlfunktion des vorderen linken ABS-Sensors vor. Bei rund 170 Km/h blockierten am Ausgang Fuchsröhre die Räder an der Vorderachse, was einen Lenkvorgang quasi unmöglich machte und dazu führte, dass der Supersportler geradeaus und mit einer Restgeschwindigkeit von etwa 110 Km/h in den Fangzaun schoss.

Koenigsegg One 1 (2)

Koenigsegg zufolge führt ein solcher Fehler im ABS-System immer zu einem Aufleuchten des Warnsignals im Cockpit. Jedoch sei es möglich, dass der Fahrer aufgrund seines Helms und dieser Ausnahmesituation nicht in der Lage gewesen wäre, die ABS-Warnleuchte zu sehen. Ferner sei diese Stelle die erste Anbremszone, in der es zu einem Bremsen bis in den ABS-Regelbereich komme – sodass er auch im Vorfeld nichts von der Fehlfunktion bemerken konnte.

Koenigsegg One 1

Wann die schon länger geplante Zeitfahrt auf der Nordschleife stattfindet ist indes noch nicht bekannt. Koenigsegg will mit dem One:1 den bisherigen Streckenrekord des Porsche 918 Spyder von 6.57 Minuten deutlich unterbieten. Die technischen Daten alleine lassen daran kaum einen Zweifel und sobald der Testwagen wieder aufgebaut ist wird es wieder spannend in der grünen Hölle.

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