Tja, da hat man sich gerade vom sensationellen Koenigsegg One:1 – dem ersten Megacar der Welt – erholt, da legen die Schweden um Firmenchef Christian von Koenigsegg schon nach. Auf dem Auto Salon Genf 2015 (5. bis 15. März) zeigt der Kleinserienhersteller sein erstes Hybrid-Modell. Und das ist dann auch gleich mal das stärkste Serien-Auto der Welt.

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Denn es wird von einem 1.100 PS starken Fünfliter-V8 und gleich drei Elektromotoren angetrieben. Je einer sitzt an einem Hinterrad, der dritte wurde direkt an die Kurbelwelle geflanscht. Diese drei kleinen Helfer bringen es auf zusammen 700 PS, die Systemleistung des Regera gibt Koenigsegg denn auch mit „über 1.500 PS und mehr als 2.000 Nm Drehmoment“ an.

Angetrieben werden von dieser Power ausschließlich die Hinterräder, was den Sprint auf Tempo 100 von 2,7 Sekunden nicht atemberaubend erscheinen lässt. Der Bugatti Veyron (Allradantrieb) schafft das in 2,5 Sekunden. Doch wenn der Regera (schwedisch für „regieren“) erstmal in Fahrt ist, dann soll es in aberwitzigen 12 Sekunden auf Tempo 300 gehen. Wirklich irre ist aber die Sprintzeit, die bis Tempo 400 vergehen soll. Gerade einmal 20 Sekunden soll es dauern, bis 400 km/h auf dem Tacho stehen. Den Topspeed gibt Koenigsegg mit 410 km/h an. Wer die Kirche im Dorf lässt, soll zudem bis zu 50 Kilometer rein elektrisch fahren können.

Überblick: Weitere Koenigesegg-Modelle

Optisch unterscheidet sich der Hybrid-Sportler zwar doch recht deutlich von den anderen Koenigsegg-Modellen, doch die Verwandtschaft ist klar zu erkennen. Auch weil das neue Modell auf dem (stark modifizierten) Chassis des Agera basiert. Vom diesen unterscheidet sich der Regera unter anderem durch die neue Front und den ausfahrbaren, gewaltigen Heckflügel (450 Kg Abtrieb bei Tempo 250). Trotz des großen V8-Aggregats, der drei Elektromotoren und der Akkus bringt es das Megacar auf ein Gewicht von 1.628 Kilogramm (1.420 Kg leer).

Als besonderes Highlight des Regera ist – neben der monströsen Leistung – aber wohl das völlig neu entwickelte Getriebe zu sehen. Denn im eigentlichen Sinne besitzt der Wagen gar kein Getriebe. Vielmehr treibt der 160 kW starke Elektromotor an der Kurbelwelle den Wagen bis Tempo 50 zusammen mit den beiden anderen Elektromotoren an, der V8 springt erst dann ein. Von da an unterstützt der dritte Elektromotor nur noch, wenn Drehmoment-„Löcher“ bestehen.

Löcher dürfte wohl auch der Kauf solch eines Koenigsegg Regera ins Kontor der meisten Interessierten reißen. Denn die Schweden nehmen sich nicht etwa ein Beispiel an den Summen, die für einen Ferrari LaFerarri oder McLaren P1 fällig werden. Nein, sie veranschlagen mal eben schlappe 2.000.000 Euro pro Fahrzeug, von denen im übrigen 80 Stück gebaut werden sollen. Ob diese Stückzahl allerdings jemals erreicht wird, dürfte fraglich sein.

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