Das Warten hat ein Ende, nun endlich zieht Lamborghini das Premierentuch vom neue V12-Kampfstier. Seine Daten: Unter 1,6 Tonnen, 700 PS, 303.450 Euro.Mit dem LP700-4 Aventador präsentiert Lamborghini auf dem Genfer Autosalon 2011 den Nachfolger des bereits eingestellten LP640-4 Murciélago. Brachte es dieser V12-Renner in Form des „Abschiedsmodells“ LP670-4 SuperVeloce noch auf eine Maximalleistung von 670 PS, eine Sprintzeit von 3,2 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 342 km/h, toppt der 700er ihn in allen Belangen.

Er ist stärker (700 PS, 690 Nm), schneller (2,9 sek./100 km/h) und auch beim Topspeed legt er nochmals drauf (350 km/h). Natürlich spiegelt sich diese Verbesserungen auch im Preis wieder: 303.450 Euro muss auf den Tisch legen, wer die neue Speerspitze unter den Supersportwagen in der Garage stehen haben will. Doch für dieses im Vergleich zu Bugatti Veyron und Co. vergleichsweise bescheidene Entgeld bekommt der Kunde auch allerhand geboten. Neben dem komplett neu entwickelten 6,5-Liter-V12 im Heck darf der Käufer auf ein hochfestes, knapp 148 Kg leichtes Kohlefaser-Monocoque vertrauen, bekommt ein sequenzielles Getriebe (ISR-Getriebe) mit dem „emotionalsten Schaltgefühl der Welt“ und kann sich über eine Spritersparnis von 20 Prozent im Gegensatz zum Vorgänger freuen. Ist das nichts?

Wie beim Vorgänger vertraut auch der lediglich 1575 Kg schwere LP700-4 Aventador auf einen Allradantrieb. Über eine elektronisch gesteuerte Haldex-Kupplung wird die Kraft zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt, zusätzliche Differenziale an beiden Achsen sorgen dafür, dass der Mittelmotor-Sportler in Kurven die optimale Kraftverteilung genießt. Um die Hatz durch kurviges Geläuf zusätzlich zu verbessern gaben die Entwickler ihrem Baby das Drive Mode-System mit auf den Weg. Je nach Gusto kann der Fahrer die Charakteristik von Motor, Getriebe, ESP, Differenzial, Fahrdynamikregelung und Lenkung in die Modi Strada (Straße), Sport und Corsa (Rennstrecke) wechseln. Ob das neue sequenzielle Siebengang-Getriebe dann noch schneller schaltet, als die angegebenen 50 Millisekunden, wird nicht kommuniziert.

Um den nach einem besonders mutigen Kampfstier aus dem Jahr 1993 benannten V12-Boliden in jeder Situation ausreichend gut zu verzögern, greifen die sechs Kolben vorn und vier Kolben hinten in 380 Millimeter messende Kohlefaser-Keramik-Bremsscheiben vor und 350 Millimeter große Teller hinten. Den Kontakt zur Straße stellen 235er Gummis an der Vorderachse (19 Zoll) und 335er hinten (20 Zoll) her. Alle weiteren technischen Daten haben wir HIER für Sie zusammengestellt.

Ausgeliefert wird der Lamborghini LP700-4 Aventador an die ersten Kunden im Spätsommer 2011.