Genf 2013: schnellster Lamborghini aller Zeiten

Der Autosalon in der Schweiz wirft seine Schatten voraus. Nicht nur, dass Ferrari einen neuen Supersportwagen und Enzo-Nachfolger präsentiert, nein auch McLaren wird den P1 in der Serienvariante zeigen und Porsche den 991 GT3 vorstellen.

Grund genug für Lamborghini, der Konkurrenz ein wenig die Show zu stehlen. Und zwar mit dem schnellsten Lamborghini aller Zeiten. Das ließ der italienische Chefdesigner der Marke, Filippo Perini, unlängst bei der Präsentation des neuen Aventador Roadster in Miami verlauten. Dachte man bisher noch, dass Lamborghini das 50-jährige Firmenjubiläum mit einem Sondermodell des Aventador, etwa einem LP720-4 mit ein wenig mehr Leistung und in limitierter Stückzahl feiern würde, so scheint die Besucher auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17.März) nun doch eine ganz andere Überraschung zu erwarten.

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Den Angaben von Stephan Winkelmann, dem Chef des italienischen Sportwagenbauers, zu Folge handelt es sich beim selbstgemachten Geburtstagsgeschenk um ein komplett neu entwickeltes Fahrzeug, das nicht auf der Bodengruppe des Aventador aufbaut. Es habe zwei Türen, zwei Sitze und einen V12-Motor, so wird er in diversen Internet-Magazinen zitiert. Es kann also etwa von einem Frontmittelmotor-Grantourismo im Stile des Ferrari F12 berlinetta ausgegangen werden. Optisch soll sich das neue Modell dabei angeblich am Lamborghini Estoque (siehe Galerie oben) orientieren, dessen Serienproduktion ja bekanntlich auf Eis gelegt wurde.

Schon beim Aventador zeigte Lamborghini sein Können beim RTM-Verfahren.

Lamborghini will mit dem neuen Modell die Fortschritte seiner Leichtbau-Kompetenz demonstrieren. Haben die Italiener mit dem RTM-Verfahren (resin transfer moulding) beim Bau des Aventador erstmals den „Großserienbau“ eines Monocoques aus Carbon gezeigt, so geht die neue Studie einen Schritt weiter. „Forged composite“ lautet das Zauberwort. Im Gegensatz zu herkömmlichen RTM-, oder Prepreg-Verfahren kommen hier sehr kurze Carbonfasern zum Einsatz, die mit einer beheizbaren 1000-Tonnen-Presse in ihre jeweiige Bauteilform gepresst werden. Das Ergebnis sind Bauteile, die eine höhere Festigkeit als Titan, aber nur ein Drittel der Dichte haben. Auch die Belastbarkeit der geschmiedeten Verbundfaserteile ist höher als bei herkömmlichem Carbon, da durch die kurzen Fasern keine Einschränkungen mehr im Hinblick auf die Faser- und Belastungsrichtung bestehen.

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Man darf also von einem sehr leichten und – den Konkurrenten von Ferrari im Blick – über 700 PS starken GT ausgehen, den Lamborghini uns in Genf vorstellen wird. Doch es scheint, dass die Italiener auch von diesem „neuen“ Modell wieder nur eine Kleinstserie auf die Straße entlassen. Mehr als zehn Exemplare sind Gerüchten zufolge nicht zu erwarten. Dementsprechend hoch dürfte dann auch der Preis für den schnellen GT ausfallen. Wie schnell genau er sein wird? Nun ja, der Aventador steht mit 350 km/h in den Papieren – es dürfte also ein wenig mehr sein…

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