Zack, weg sind sie. Zwanzig Autos zum Preis von – jeweils! – gut 2,4 Millionen Euro verkauft, da war der Lamborghini Centenario Roadster noch gar nicht präsentiert. Die Jungs aus der Emilia-Romagna hätten auch drei Millionen dranschreiben können, sie hätten auch 50 verkaufen können, es macht keinen Unterschied. Lamborghini ist die Gelddruckmaschine schlechthin im Volkswagenkonzern. Kaum einer – vielleicht noch der Enzo von nebenan – schafft es, so viel Geld mit so wenig Entwicklungsaufwand von seinen Kunden überwiesen zu bekommen.

Man nehme den Centenario, ein zum hundertsten Geburtstag aufgepeppter Aventador mit anderen Schürzen und etwas mehr Monitor im Cockpit, und entnehme ihm das Dach. Oder anders gesagt: ein optisch veränderter Aventador Roadster, der ebenfalls nicht ganz langsam ist, vor allem dem zwei Millionen Euro teureren Centenario nicht das, was man unterlegen nennen könnte. Aber eben: nicht limitiert. Und da liegt der Stier begraben.

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Viel neues im Vergleich zum Coupé gibt es nicht. Ein bisschen schwerer ist der Roadster, ja, deswegen geht’s auch nicht in 2,8, sondern nur in 2,9 Sekunden auf hundert. Topspeed? Ü-350, offen versteht sich, was sonst. Der 770 PS-V12 trompetet wie eh und jeh aus sechseinhalb Litern Hubraum, ob man ihn aber jemals zu Ohren bekommen wird, ist fraglich. Erfahrungsgemäß werden die 20 Stück ihr Dasein ohnehin in einer dunklen Garage fristen.