Die Autowelt wandelt sich ständig, Elektromotoren und deren schwere Batterien, alternative Hybridantriebe und sämtliche Komfortextras versauen die Gewichtsbilanz. Man braucht stärkere Motoren und schnellere Automatikgetriebe, um bessere Fahrleistungen zu erhalten, alle möglichen Helferlein unterstützen die Fahrerei. Und da sie selbst nur noch per Gestik mit seinem Navigationssystem kommunizieren, werden die Fahrer immer fetter. Na klasse. Allen, die bei der Fahrt mal wieder wirklich arbeiten wollen und auf den ganzen schweren Mist pfeifen, bietet Lotus nun mit einem neuen Modell die Stirn: der Elise Cup 250.

Und die Zusätze Cup und 250 lassen Kenner der britischen Kultmarke, die kürzlich vom chinesischen Konzern Geely geschluckt wurde, aufhorchen. Denn nun gibt es die schärfste Ausführung des Kompaktsportlers nach der Elise Race 250 endlich auch in der Faceliftvariante. Was bedeutet: ein leicht verändertes Design und vor allem 14 Kilogramm weniger Gewicht. Was sich bei anderen Kandidaten nach einer irrelevanten Zahl anhört, klingt bei 860 Kilogramm Trockengewicht (mit sämtlichen Leichtbauoptionen, ansonsten 884 Kilogramm, Leergewicht dann 917 Kilogramm) schon ganz anders. Und Lotus spricht sicher nicht umsonst von der Elise Cup 250 als „schnellsten Vierzylinder-Lotus aller Zeiten“.

Apropos Vierzylinder: hier setzt sich Lotus ebenfalls dem Trend immer stärkerer Motoren entgegen. Lieber Kilos runter als PS rauf lautet das Motto. Daher wurde der 1,8-Liter Vierzylinder mit Kompressoraufladung im Vergleich zum Vorgänger nicht angetastet. Mit 246 PS war er bereits ausreichend motorisiert und sorgt somit für ein Leistungsgewicht von 3,5 Kilogramm pro PS. Die Elise Cup 250 beschleunigt in 4,3 Sekunden auf 100 Km/h, die Höchstgeschwindigkeit soll bei 248 liegen. Wobei dies Zahlen sind, die den gemeinen Lotus-Käufer nur selten interessieren dürften. Da ist der nun serienmäßig optimierte Motorsound schon interessanter. Wem das nicht reicht, der kann eine Titan-Abgasanlage montieren lassen, die ganz nebenbei auch noch sieben Kilogramm auf der Hinterachse einspart.

Natürlich kommen der Cup-Variante sämtliche Verbesserungen zugute, die auch den übrigen Elise-Modellen bereits angetan wurden. Dazu gehören die verbesserte Aerodynamik, die den Anpressdruck bei Geschwindigkeiten über 220 Km/h auf 125 Kilogramm erhöht, sowie exklusive Carbon-Rennsitze, eine Lithium-Ionen-Batterie und geschmiedeten Motorsportfelgen in 16 Zoll an der Vorder- und 17 Zoll an der Hinterachse. Höhere Dämpferwerte als in den Sport- und Sprintmodellen sollen ebenso wie optionale Leichtbau-Bremsscheiben (minus vier Kilogramm) und den Yokohama Advan A048 rundum für eine bessere Fahrdynamik sorgen. Serienmäßig ist auch ein Überrollbügel aus T45-Stahl. Weiteres Potential zur Gewichtseinsparung bieten die zahlreichen Optionen aus Carbon in Interieur und Exterieur. Die neue Elise Cup 250 ist ab sofort bei jedem deutschen Händler zum Preis von 62.600 Euro erhältlich.

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