Overpriced? Maybach 57 S – Dickschiff für eine Million Dollar

Maybach 57 S Knight Luxury Galerie

Hand aufs Herz: Der große Wurf war die Wiederbelebung der Marke Maybach durch die Daimler AG nicht. Glücklicherweise rollte sodann Ende 2012 das letzte Dickschiff,  das aussieht, als hätte man einer S-Klasse zu viele Aufputschmittel gepumpt und dessen Chassis auf dem S-Klasse Vor-Vor-Vor-Vorgänger W140 basiert, vom „Band“ der Manufaktur in Sindelfingen. Für alle Noch-Besitzer der exkluxiven Limousine, die nicht zur Konkurrenz von Bentley oder Rolls Royce wechseln möchten, hat die amerikanische Firma Knight Luxury ein Umbau-Kit herausgebracht.

Zweitüriger Exot: Das Maybach Coupé von Xenatec

Dieses Umbau-Kit macht aus dem Maybach 57 S eine Limousine, wie sie häufig auch in amerikanischen Hip-Hop-Videos zu sehen ist und zielt wahrscheinlich auch auf deren Protagonisten als Käuferschicht ab: Carbon-Dach, Carbon-Kofferraumhaube, Carbon-Türen sowie A-B-und C-Säulen aus Carbon wirken an dem mehr als 2,7-Tonnen schweren Maybach eher lächerlich, tragen aber sicherlich zu einem wohlbeachteten Auftritt auf dem Ocean Drive bei. In ähnlicher Liga spielen die neu gestalteten Scheinwerfer, das LED Bling-Bling in der Frontschürze und die 24-Zoll großen Felgen – in Carbonoptik versteht sich. Von derselben wird man auch im Innenraum nicht verschont: Das – soviel muss man den Jungs von Knight Luxury zugestehen – fein vernähte Leder im Kohlefaser-Look ist offenbar der letzte Schrei.

Eine Million Dollar für einen alten Maybach? Ist das gerechtfertigt?

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Und falls ein solcher nicht aus dem Rear-Seat-Entertainment-System inklusive diverser Apple-Gerätschaften ertönt, lässt sich die vierflutige Abgasanlage in AMG-Optik nicht lange bitten. Sie bekommt wenigstens durch den inzwischen auf 712 PS erstarkten Sechsliter-V12-Motor genug zu tun. Wer Interesse hat, muss für das Komplettpaket inklusive Maybach 57S mindestens eine Million US-Dollar locker machen. Wir verzichten dankend.