Nun ist ein „normaler“ Porsche GT3 nicht gerade untermotorisiert, langsam oder unhandlich. Doch geht es wohl immer noch eine Spur besser, präziser und auftrumpfender. Bei Porsche hat man dafür das RS-Kürzel etabliert, welches immer für die radikalste und sportivste Variante eines Modells steht. Der neue Porsche 911 991.2 GT3 RS bildet hier keine Ausnahme. 520 PS leistet der Vierliter-Hochdrehzahl-Saugmotor im Heck des Sportwagens, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei Tempo 312.

Die 20 PS Mehrleistung gegenüber dem normalen GT3 verhelfen dem Neunelfer in gut 3,2 Sekunden (PDK) auf Landstraßentempo zu sprinten, der Motor dreht dabei bis maximal 9.000 (!) Umdrehungen pro Minute. Auch optisch setzt der neue RS Akzente: die Karosserie ist gewichtsoptimiert und verbreitert, der starre Heckflügel sorgt für ein Höchstmaß an Aerodynamik. Im Inneren setzt sich der konsequente Leichtbau fort: reduzierte Dämmung, Vollschalensitze aus Carbon und eine Leichtbau-Fondabdeckung reduzieren das Gewicht weiter.

Ohne Aufpreis bietet Porsche das Clubsport-Paket an, welches die Ausstattung des 911 GT3 RS um einen Überrollbügel, einen Motorsport-Handfeuerlöscher und die Vorrüstung für einen Batterietrennschalter erweitert. Die Sechspunkt-Gurte sind hier fast schon obligatorisch. Für den ambitionierten Rennstrecken-Einsatz wird erneut das Know-How der Porsche Motorsportabteilung in Form eines Weissach-Pakets angeboten.

Magnesiumräder, zusätzliche Carbon-Bauteile und Leichtbaumaterialien im Innenraum reduzieren das Leergewicht auf knackige 1.430 Kilogramm. Kugelgelenke an allen Lenkern bieten ein äußerst präzises Handling und sind nochmals genauer gefertigt als die üblichen elastokinematischen Lager. Serienmäßig steht der GT3 RS auf einer Mischbereifung von 265/35/20 Zoll an der Vorder- und 325/30/21 Zoll an der Hinterachse.

Die ersten Auslieferungen des neuen Porsche 911 GT3 RS sollen bereits Mitte April 2018 beginnen, der Einstandspreis liegt bei 195.137 Euro.