Man muss, auch als jemand der nicht unbedingt ein Golf-Jünger ist, zugeben: der überarbeitete „7er“ hat – zumindest auf den ersten Fotos – nicht mehr viel mit einer Kompaktklasse zu tun. Allen voran im Innenraum haben die Wolfsburger mächtig aufs Gas gedrückt und lassen die Konkurrenz aus München und Stuttgart mehr als alt aussehen. Nicht nur die Materialauswahl und das Innenraumdesign wirken äußerst wertig, auch die Zusatzangebote, die Volkswagen im neuen Golf offeriert, haben einen Hauch von (Bayerischer-)Oberklasse.

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So brilliert der überarbeitete Golf der Generation 7, erstmals in der Kompaktklasse, mit einer Gestensteuerung um Radio-, Navigations-, oder Telefoneinstellungen zu bedienen – diese Funktion kannte man bisher primär aus dem aktuellen 7er BMW. Auch die weiterentwickelten Assistenzsysteme aus Passat und Co. – nehmen wir als Beispiel den Staupilot – haben im Facelift Einzug gehalten. Beim Antrieb gibt es vorerst nur leichte Veränderungen. So bieten die Wolfsburger ab kommendem Jahr einen neuen 1.5 Liter Benziner inklusive Zylinderabschaltung an. Das bereits etwas angestaubte 6-Gang-DKG wird nach und nach durch das neue Doppelkupplungs-Getriebe mit 7 Gängen ersetzt. Das auffallendste Merkmal außen, ist das neue Lichtdesign des Golfs. Ab dem Facelift werden die Xenon-Scheinwerfer bei den höheren Modellklassen durch LED-Leuchten ersetzt – die Einstiegsvarianten kommen weiterhin mit Halogenlicht, haben aber in jedem Fall eine LED-Tagfahrlamperie an Bord.

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Laut VW-Angaben ändert sich am Startpreis des kompakten Wolfsburger vorerst nichts. Mindestens 17.850 Euro muss man zur Hand haben, um einen Golf sein Eigen zu nennen. Bestellbar ist der neue Golf 7 ab etwa Ende November. Die Auslieferungen beginnen im Frühjahr 2017.