Spätestens mit der Einführung der aktuellen Polo-Generation ist auch dessen GTI-Variante erwachsen geworden. Bekam der kleine Hot Hatch zunächst noch einen völlig unpassenden 1.4-Liter-Motor unter der Haube gepackt, geht‘s inzwischen mit dem 1,8-Liter-Turbo und 192 recht tüchtig voran. Eins drauf legt noch der Polo R WRC, der zwar auch nur mit Frontantrieb, dafür aber mit einem Zweiliter-Turbo und 220 PS (350 Nm) am Start ist. Auf diesem Modell basiert das neueste Spielzeug von Tuner Wimmer RST (RennSportTechnik).

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Eins vorweg: Der Begriff „Spielzeug“ trifft auf die Granate von Wimmer nur bedingt zu, denn ungeübte Fahrer dürften mit den satten 420 PS und 480 Nm, die der 2.0 TSI nach dem Umbau abgibt, hoffnungslos überfordert sein. Allerdings dürften schon die Umbaukosten von 10.200 Euro die Spreu vom Weizen trennen.
Für den aufgerufenen Betrag verbaut Wimmer einen überarbeiteten Turbolader, eine geänderte Luftansaugung, eine neue Benzin-Pumpe mit 6bar Druck, ein Hosenrohr mit Sportkat, eine selbst entwickelte und gebaute Edelstahlabgasanlage mit Klappensteuerung, einen Ladeluftkühler und spielt eine neue Software aufs Steuergerät.

Besonders deutlich wird die Potenz dieses Polo R WRC beim Blick aufs Leistungsgewicht: Gerade einmal 3,15 Kg muss jedes des 420 PS bewegen – beim Serienmodell sind es 6,02 Kg. Zum Vergleich: Beim 500 PS starken BMW M4 GTS liegt das Leistungsgewicht bei 3,17 Kg/PS.

Wie schnell dieser kleine Krawallmacher nun den Standartsprint in den Asphalt stanzt, verrät Wimmer leider nicht – was überaus schade ist. Denn die Angabe zum Topspeed von 280 km/h finden wir angesichts der Tatsache, dass uns schon im serienmäßigen Polo GTI das Autobahn-Bolzen keinen Spaß gemacht hat, nur mäßig spannend.

VW Polo R WRC Wimmer (2)