Es ist natürlich nicht jedes Exemplar goldfarben, oder auch: Goldgelbmetallic, wie es im Porsche-Jargon heißt. Wer seinen 911 turbo S durch die neu firmierte Exclusive Manufaktur (zuvor: Porsche Exclusive) zur Exclusive Series veredeln lässt, darf selbstverständlich aus weiteren „ausgewählten“ Exterieurfarben wählen. Doch das Fotofahrzeug ziert die neu erdachte Farbe, was den Gedanken aufkommen lässt, dass die wenigsten der 500 Exemplare im Raum Deutschland angemeldet sein werden.

Stattdessen: Russland, China, USA – oder in anderer Reihenfolge. Jedenfalls auf diese Märkte zielt das neue Topmodell – nicht ganz der stärkste Elfer aller Zeiten (wir erinnern uns an den 620 PS starken 997 GT2 RS), aber doch zumindest der stärkste 991, der bis dato die Zuffenhausener Werkshallen verlassen hat. Auf ganze 607 PS wird der 3,8-Liter Sechszylinder Biturbo aufgepumpt, beschleunigt in 2,9 Sekunden auf 100 Km/h, in 9,6 Sekunden auf 200 Km/h und erreicht eine Topspeed von 330. Keine bahnbrechenden Zahlen, die der Standard-turbo S nicht auch vorlegen könnte. Aber am Stammtisch zählt ja schließlich: „Ich hab aber mehr als Du!“ Und: „Meiner ist limitiert!“

Und ein wenig anders schaut der güldene Sonderling auch aus – zumindest im direkten Vergleich zu seinem Standardpendant. Da wären beispielsweise die schwarz lackierten 20-Zoll-Felgen mit Zentralverschluss, die dank Lasertechnologie einen feinen Lidstrich in Goldgelbmetallic verpasst bekamen. Dafür tragen die Bremssättel der Keramikbremsanlage erstmalig in der Geschichte der Porsche AG Schwarz mit einem Schriftzug in – Sie ahnen es – Goldgelbmetallic. Auffallend sind einige Akzente in Carbon, die zudem den Aufwand, den Porsche für die Lackierung betreibt, sichtbar werden lassen: Kofferraumhaube, Dach und Seitenschweller sind aus dem teuren Werkstoff, was sich an den ausgesparten „Zierstreifen“ erkennen lässt. Am Heck trägt der turbo S Exclusive Series den Flügel des Aerokit turbo sowie eine vierflutige Abgasanlage mit runden, mattschwarzen Endrohren.

Doch das Exclusive Programm wäre nicht das Exclusive Programm, wenn es nicht auch für den Innenraum einige Schmankerl bereithielte, die es in dieser Form für den Standardelfer nicht zu kaufen gibt: Unter den perforierten Sitzmittelbahnen der 18-Wege-Sportsitze wurden zwei Streifen in der neuen Lieblingsfarbe Goldgelb eingearbeitet. Auch die Nähte sowie die eingestickten turbo S – Schriftzüge heben sich in Goldgelb vom ansonsten schwarzen Interieur ab. Am Alcantara-Dachhimmel finden sich erneut die goldgelben Zierstreifen wieder und über dem Handschuhfach prangt eine Plakette, die jeden Beifahrer darauf hinweist, dass er hier in einer streng limitierten Sonderserie sitzt. Der Preis? 259.992 Euro.

Darin noch nicht enthalten sind der passend zur Farbkombination entworfene Chronograph (9.950 Euro) sowie das maßgeschneiderte Kofferset zu 5.474 Euro. Doch wer den stärksten bis jetzt erhältlichen 991 sein Eigentum nennen möchte, sollte sich beeilen: bald kommt der neue GT2 RS auf den Markt.

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