Welcome back: Das ist der neue Porsche 911 Targa

Porsche 911 targa Galerie

Diesen Bügel hatten sie ihm vor bald zwanzig Jahren genommen. Da war Luftkühlung noch Serie und eine elektrische Lenkung war vom Porsche 911 so weit entfernt wie sprichwörtlich der Mond von der Erde. Aber damals war einfach nicht die Zeit für Antiquitäten und mit dem beim 993 eingeführten elektrischen Glasdach fuhr Porsche eine Zeit lang gut. Inzwischen haben Luftkühlung und mechanische Lenkung ausgedient, doch die Zeit scheint reif für noch mehr Retro als es ein 911 Coupé je sein könnte.

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Denn der silberne Bügel (zeitweise war er auch schwarz), das Erkennungszeichen des 911 Targa, der aus einer Not heraus für die enormen Sicherheitsvorschriften in den USA konzipiert wurde, kehrt im 991 zur Detroit Motor Show wieder zurück und macht aus dem ach so perfekten Sportwagen für alle Tage eine leicht schrullige Konversion des ersten Targa von 1965. Leicht schrullig aber nicht wegen der Retro-Optik, die der 991 sowieso bereits zur Genüge mal mehr und mal weniger gekonnt pflegt.

Porsche 911 targa txt 2

Sondern deshalb, weil diese Dachkonstruktion so unerwartet einzigartig ist, dass selbst hartgesottene Porsche-Fans nicht damit gerechnet hätten. Das mittlere Dachteil lässt sich nämlich nicht einfach per Hand herausnehmen und im Kofferraum verstauen. Es wird stattdessen mittels Elektromotoren vollautomatisch hinter den Fondsitzen versenkt, wozu sich spektakulär die hintere Glaskanzel, die für viel Licht im Innenraum sorgt, komplett anhebt und nach oben schwingt. Und dann entsteht das klassische Targa-Gefühl, ganz ohne die Einschränkungen eines überdimensionalen Schiebedachs.

Porsche 911 targa txt 1Dieser enorme Aufwand ist freilich nicht ganz ohne Nebenwirkungen. So öffnet und schließt das mit Stoff bespannte Dachteil nicht so schnell wie in der noch offeneren Vollcabrio-Version und ob es sich auch während der Fahrt öffnen lässt, darf auch bezweifelt werden. Mit 109.338 Euro für den 911 Targa 4 und 124.094 Euro für den 911 Targa 4S liegt der ausschließlich mit Allradantrieb lieferbare targa je rund 1000 Euro unter den Cabrios. Der 400 PS starke 4S soll dabei in 4,4 Sekunden auf 100 km/h spurten können und maximal 296 km/h schnell sein, der targa 4 (350 PS) erledigt die 0-100 – Disziplin geringfügig langsamer (4,8 Sekunden mit PDK und Sport-Chrono-Paket) und ist mit einer Höchstgeschwindigkeit von 282 km/h angegeben. Doch der targa war sowieso immer mehr ein Auto für Genießer, denn für den passionierten Schnellfahrer. Und das hat sich mit der Wiedereinführung des Bügels ausnahmsweise einmal nicht geändert. Ab dem 10. Mai kommen die beiden neuen Modelle in den Handel.

Die Dachkonstruktion des neuen targa im Video: