5. Lauf VLN 2014: Unterwegs im Cup Clio von Aimpoint Racing

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Max hat es geschafft. Schon zum zweiten Mal in Folge düste evocars-Redakteur Max Friedhoff im Renault Clio Cup bei der VLN zum Klassensieg. An seiner Seite: Sein Vater Axel. Gemeinsam setzen sie sich gegen acht Konkurrenten ihn ihrer Klasse durch und konnten das 5. VLN-Rennen am vergangenen Samstag für sich entscheiden. Wir haben Max gebeten, ein paar Zeilen zu dem doch recht turbulenten Rennwochenende für euch zu schreiben – und das macht er natürlich gerne für euch. Hier also sein Bericht:

Wie üblich begann das Wochenende damit, am späten Freitag-Vormittag unseren Platz im Fahrerlager zu beziehen. Das war dieses mal sogar so leer, dass wir in aller Seelenruhe und mit sehr viel Platz nach links und rechts unseren LKW aufstellen konnten. Wenn statt 200 Autos „nur noch“ 150 antreten, und von mehr als 20 Wagen in der GT3-Klasse plötzlich noch sechs Stück übrig geblieben sind, macht sich das in der Fahrerlageratmosphäre schon bemerkbar.

Aimpoint-(6)Nachdem wir Papierkram, und technische Abnahme sowie die Anmeldung fürs Nachmittagstraining absolviert hatten, stellten unsere extra mitgereisten Partner von Madeno-Racing aus Holland das Fahrwerks-Setup in eine neutrale Abstimmung ein, von der aus wir dann unser neues Setup für das Öhlins-Fahrwerk erarbeiten wollten.

Schon nach ein paar Runden und kleineren Einstellungen fuhr sich „Nemo“ (der Spitzname des kleinen Clio Cup-Renners) deutlich besser. Viel mehr Traktion, kein Springen mehr auf Bodenwellen – es fühlte sich an, als wäre die komplette Nordschleife einmal neu asphaltiert worden.

Abends dann noch zum Italiener in Müllenbach, Pizza und Fußball gucken. Deutschland gewinnt und der Chefkellner bestellt für sich und seine zwei Söhne drei Aimpoint-Teamshirts, ein guter Tag!

Samstagmorgen ging’s dann mit der kompletten Mannschaft hoch zum Ring. Mein Vater und ich düsten zur Fahrerbesprechung, inzwischen bekam „Nemo“ noch schnell vier frische Pellen und einen Satz neuer Bremsbeläge auf der Hinterachse verpasst. Ich sollte im Quali als erster raus, um direkt eine schnelle Runde zu setzen. Leider wurde daraus nichts, weil sich am Flugplatz ein Opel in die Reifenstapel gebohrt hatte und so eine sehr lange Doppelgelbphase verursachte, die noch vielen zum Verhängnis werden sollte. Also übergab ich das Auto nach einigen vergeblichen Anläufen an meinen Vater, der dann letztendlich auf einer freien Runde eine Zeit von 9:52 min. fahren konnte. Diese wurde uns dann leider (aber fairerweise) gestrichen, da er sich in einer Runde nicht an die vorgeschriebenen 60 km/h in der Doppelgelb am Flugplatz gehalten hatte.

Außer uns wurden noch 49 (!) andere Teams bestraft (Endlich hat die Rennleitung mal etwas härter durchgegriffen). Leid tut es mir natürlich für die Fans, die bei nicht gerade schönem Wetter so lange auf den Start warten mussten. Leider waren die Infos seitens der Rennleitung sehr dünn. Das muss definitiv besser werden.

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So gingen wir dann also mit einigem Abstand auf die Klassengegner Groneck und Schläppi in die Startaufstellung. Zwischenzeitlich hatte es angefangen zu regnen. Nicht viel, aber es wurde mehr. Trotzdem entschieden wir uns, auf Slicks zu starten – genauso wie Tim und Dirk Groneck und im Gegensatz zum Schläppi-RaceTec, die auf Regenreifen gewechselt hatten.

Ich fuhr den Start. Noch vor der Einfahrt auf die Nordschleife hatte ich auf Tim Groneck aufgeschlossen, der ca. zwölf Plätze vor mir gestartet war. In der Bitburger-Kurve hatte ich einen wahnsinnigen Quersteher, aber alles ist gutgegangen. Nachdem wir den falsch bereiften Schläppi-Clio hinter uns gelassen hatten, fighteten Tim und Ich was das Zeug hielt um die Führung in der Cup3-Klasse. Alles sehr fair. War wirklich eine Freude. In der zweiten Rennrunde liefen wir Ausgangs-Schwalbenschwanz auf einen Toyota GT86 auf. Eingangs Galgenkopf setzte sich Tim links daneben und ich mich rechts. Vor dem Einlenkpunkt bin ich dann voll auf die Bremse, weil man da nunmal nicht mit drei Autos durchpasst. Da waren sich die beiden allerdings schon in die Quere gekommen, und ich sah den Clio links in die Planke fliegen, während sich der GT86 vor mir wegdrehte.

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Nach diesem Zwischenfall konnte ich es dann etwas ruhiger angehen lassen, und das Auto etwas schonen. Keine Curbs, sauber Schalten, evtl. mal einen Gang höher fahren. Alles mit Slicks in immer wieder einsetzendem Regen. Trotzdem habe ich pro Runde zwischen 15 und 20 Sekunden auf unsere Verfolger gutgemacht, was uns ein schönes Zeitpolster verschafft hat. Zur Rennhalbzeit habe ich das Auto dann an meinen Vater übergeben, der das Baby nur noch heil nach Hause bringen musste, was alles wunderbar geklappt hat.

Letztendlich konnten wir also unseren zweiten Saisonsieg einfahren und stehen nun (Streichergbnisse mit eingerechnet) mit 0,44 Punkten Rückstand auf dem zweiten Tabellenplatz in der Cup3 Klasse. Die zweite Saisonhälfte kann also kommen!

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